LOXO und Planzer bringen in Bern Europas erstes autonomes Logistikfahrzeug auf die Strasse

Dietkon ZH/Bern - Planzer macht mit einem autonomen Fahrzeug von LOXO den Schritt vom validierten Pilotbetrieb hin zur skalierbaren Anwendung im urbanen Alltag. Damit wird in der Berner City-Logistik erstmals in Europa ein Gefährt ohne Fahrer hinter dem Lenkrad im öffentlichen Verkehr eingesetzt.

(CONNECT) Das in Dietikon ansässige Logistikunternehmen Planzer ist das erste in Europa, das Teile seiner City-Logistik automatisiert und in den öffentlichen Verkehr integriert. Bereits seit Herbst 2024 ist Mathilde, ein autonomes Fahrzeug der Berner Firma LOXO, im Rahmen des Projekts „Planzer – Dynamic Micro-Hub with LOXO“ im Einsatz, ab sofort auch im Berner Stadtgebiet. Die Überwachung erfolgt laut einer Mitteilung aus der Ferne und wird durch einen Sicherheitspassagier auf dem Beifahrersitz ergänzt. Damit startet die automatisierte City-Logistik den Angaben zufolge in ihre nächste Entwicklungsphase: vom validierten Pilotbetrieb hin zur skalierbaren Anwendung im urbanen Alltag.

Grundlage für diesen Entwicklungsschritt ist die Bewilligung des Bundesamts für Strassen, das den Betrieb ohne Fahrer hinter dem Lenkrad im definierten Einsatzgebiet unter klaren Auflagen erlaubt. „In anderen Teilen der Welt, etwa in den USA oder China, ist fahrerloses Fahren längst sichtbarer“, wird LOXO-Mitgründerin Lara Amini zitiert. „Europa hingegen verfolgt bewusst einen anderen Weg: Hier wird zuerst reguliert, validiert und abgesichert – und erst danach skaliert. Das kann den Eindruck erwecken, Europa sei noch nicht so weit. Tatsächlich entsteht dadurch aber die Grundlage für einen sicheren und nachhaltigen Einsatz autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Raum.“

Mathilde verbindet das Planzer Bahncenter beim Berner Güterbahnhof mit mehreren Umschlagspunkten im zentrumsnahen Stadtgebiet. Im Bahncenter werden standardisierte Wechselboxen vorbeladen, von Mathilde zu diesen Umschlagspunkten transportiert und dort von Zustellfahrerinnen und -fahrern übernommen. Sie übernehmen dann den Transport auf der letzten Meile. „Das Konzept ermöglicht gebündelte Transporte, reduziert Standzeiten sowie CO2-Emissionen und minimiert den innerstädtischen Verkehr gezielt“, heisst es in der Mitteilung.

Laut Planzer-CEO und -Verwaltungsratspräsident Nils Planzer zeigt sein Unternehmen damit, „dass automatisierte Fahrzeuge nicht nur technologisch funktionieren, sondern sich auch in reale Logistikprozesse integrieren lassen. Genau darin liegt der entscheidende Fortschritt – und das Potenzial für die Zukunft der urbanen Gütermobilität.“ ce/mm

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