(CONNECT) In Rottweil ist mit der Neckarline die drittlängste Fussgänger-Hängebrücke Deutschlands mit Seilen der Fatzer AG für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Wie das in Romanshorn ansässige Seilbauunternehmen mitteilt, spannt sie sich nach zehn Jahren der Planung und Investitionen von mehr als 12 Millionen Euro auf 606 Metern über das Neckartal. Sie verbindet die historische Altstadt von Rottweil mit dem zweithöchsten Testturm für Aufzugsanlagen der Welt von Thyssen Krupp, auf dem sich in 232 Metern Höhe Deutschlands höchstgelegene Besucherplattform befindet. Auch die zwei längsten Fussgänger-Hängebrücken des Nachbarlandes, der Skywalk in Willingen mit 665 Metern und der Highwalk in Rotenburg an der Fulda mit 617 Metern, waren mit Seilen von Fatzer gebaut worden.
Die Tragstruktur ist s-förmig geschwungen und wird durch rund 95 Tonnen Spezialseite von Fatzer gehalten. Das Unternehmen, das Teil der in Brugg beheimateten BRUGG GROUP AG ist, lieferte unter anderem vier vollverschlossene Seile mit einem Durchmesser von 80 Millimetern und einer Länge von 617 Metern sowie weitere vollverschlossene Seile mit Durchmessern von 90, 40 und 25 Millimetern.
Laut Fatzer zeigt die Neckarline „exemplarisch, welche Rolle hochwertige Seiltechnologie bei modernen Infrastruktur- und Architekturprojekten spielt“. Vollverschlossene Seile kommen überall dort zum Einsatz, wo hohe Tragfähigkeit, Langlebigkeit und präzise technische Eigenschaften gefragt sind.
Fatzer blickt mittlerweile auf eine 191-jährige Firmengeschichte zurück. Seit 1992 gehört Fatzer zur BRUGG GROUP. 2016 wurde in Romanshorn ein neues Produktionsgebäude eröffnet. Seither ermöglicht der Maschinenpark eine Produktionskapazität von rund 10'000 Tonnen pro Jahr. Fatzer ist weltweit für Seilbahn-, Architektur- und Spezialseile im Einsatz. Heute sind unter anderem zahlreiche Weltrekord-Seilbahnen mit Seilen aus Romanshorn ausgerüstet. ce/mm

