(CONNECT) Die Mehrheit der Stimmrechte der Infomaniak Group SA in Genf wird künftig von der Fondation Infomaniak mit Sitz ebenfalls in Genf gehalten. Gründer Boris Siegenthaler hat laut einer Mitteilung am 13. Mai dieser Stiftung die Mehrheit der Stimmrechte übertragen. Dabei handelt es sich um Spezialaktien, die niemals veräussert werden dürfen. Dieser Regelung haben ausser Siegenthaler alle anderen 36 Aktionärinnen und Aktionäre des Genfer Cloud-Anbieters zugestimmt. Sie sind sämtlich Mitarbeitende des Unternehmens.
Die Fondation Infomaniak wurde im April gegründet. Der Stiftungsrat wird in einer dreijährigen Anfangsphase von Boris Siegenthaler präsidiert. Ausserdem gehören ihm Marc Maugué, Jonathan Normand sowie Claire Siegenthaler an. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Die Stiftung soll unabhängige Projekte in den Bereichen digitale Souveränität und Bildung, ethische Digitalisierung, Umwelt und Biodiversität sowie Energiewende unterstützen.
Boris Siegenthaler will mit dieser Lösung die Unabhängigkeit und das ethische Verhalten des Unternehmens dauerhaft sichern. „Unsere Unabhängigkeit ist kein Versprechen. Sie ist eine Struktur“, wird Boris Siegenthaler zitiert. „Diese Stiftung ist das Ergebnis von dreissig Jahren Engagement und garantiert, dass Infomaniak weiterhin einer Digitalisierung dient, die dem Menschen dient, den Planeten respektiert und die Autonomie Europas bewahrt – weit über die Personen hinaus, die es heute prägen.“
Infomaniak wurde 1994 gegründet. 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 56 Millionen Franken und beschäftigte in der Schweiz über 340 Mitarbeitende. ce/ug

