(CONNECT) Geopolitische Unsicherheiten schlagen sich auf die Tourismusregion Zürich nieder. Zürich Tourismus hat in einer Mitteilung für das erste Quartal 2026 eine durchmischte Bilanz bekanntgegeben. Die Branche rechne auch für die nächsten drei Monate nicht mit einer Erholung.
Bei einem insgesamt positiven Jahresstart mit einem Plus von 1,3 Prozent - davon im Januar plus 3,5 Prozent und im Februar plus 3,9 Prozent - ging die Zahl der Übernachtungen im März um 2,7 Prozent gegenüber 2025 zurück. Gesamt befinden sich Unternehmen aus Beherbergung, Gastronomie und weiterer tourismusnaher Branchen in einer schlechteren Ausgangslage als im Vorjahr: 36 Prozent bezeichnen die Nachfrage als stabil, 54 Prozent berichten von einem Rückgang, davon 14 Prozent deutlich. Die Resultate basieren auf einer Online-Umfrage durch Zürich Tourismus: Von 1000 Mitgliedern und Partnerbetrieben haben 140 Unternehmen vom 29. April bis 4. Mai teilgenommen.
Was die Gästegruppen betrifft, zeigten sich negative Effekte für den Monat März insbesondere im internationalen Reiseverhalten. Während die Nachfrage seitens der lokalen Bevölkerung und Schweizer Gästen mit jeweils 69 Prozent stabil geblieben sei und auch in europäischen Märkten eine „nahezu unveränderte“ Lage verzeichnet wurde, habe das Fernbleiben von Gästen aus dem Nahen Osten, Asien, China, Australien und Nordamerika zu rückläufigen Buchungen geführt. Die Fernmärkte seien stark von Flugverbindungen über den Nahen Osten abhängig.
„Die Zahlen verdeutlichen, wie unterschiedlich internationale Märkte auf geopolitische Unsicherheiten reagieren. Erste Effekte zeigen sich dabei zunehmend auch ausserhalb der Hotellerie“, heisst es in der Mitteilung.
Ursächlich für das gesamt getrübte Stimmungsbild seien neben Verschiebungen der Gästegruppen die Unsicherheit (54 Prozent ) und kurzfristige Buchungen (53 Prozent). 39 Prozent der Befragten berichten von mehr stornierten Buchungen. ce/heg

