(CONNECT) Der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail hat laut einer Mitteilung einen Grossauftrag mit einem Volumen von 548 Millionen Pfund für die Lieferung und Wartung von acht Zügen des Typs Flirt an die staatliche irische Bahngesellschaft Iarnród Éireann (IÉ) und die nordirische Bahngesellschaft Translink Northern Ireland Railways (NIR) erhalten. Die Flirt-Züge sollen ab 2030 die grenzüberschreitende Strecke zwischen den Hauptstädten Dublin und Belfast bedienen. Die Lieferung erfolgt mit einem 15-jährigen Wartungsvertrag, mit dem Stadler seine Präsenz im Vereinigten Königreich und in Irland weiter ausbauen will.
Die Investition erhöhe die Wettbewerbsfähigkeit und ermögliche IÉ und NIR die Hinzunahme eines zusätzlichen Zuges pro Tag und Richtung. Mit künftig 16 Zügen begegne man der steigenden Nachfrage nach Intercity-Verbindungen. Ralf Warwel, Verkaufsleiter Vereinigtes Königreich und Irland bei Stadler, nennt als weitere Vorteile einen „hohen Komfort und maximale Flexibilität“. Die Fahrzeit auf der Strecke wird laut Mitteilung um zwei Stunden verkürzt und entlaste zusammen mit einer reduzierten Zahl der Verbindungen den Zugverkehr insgesamt.
Über die Züge heisst es, dass ihr Betrieb auch nach der geplanten Elektrifizierung ohne Unterbrechungen gewährleistet sei. Stadler trage bei zur „Modernisierung und zu einer höheren Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs auf dieser symbolträchtigen Strecke“, wird Daniel Baer, Divisionsleiter Service und Mitglied der Geschäftsleitung von Stadler, zitiert.
Die Investition in der Höhe von 548 Millionen Pfund für Züge und Infrastruktur wird von der nordirischen Regierung (Department for Infrastructure) und der irischen Regierung (Department of Transport) finanziert. Weitere 165 Millionen Euro erhält das Projekt aus EU-Fördermitteln aus dem Programm Peaceplus. ce/heg

