Holcim und Partner binden CO2 erstmals im kommerziellen Massstab

Zug/Stockholm/Bielefeld - Holcim spannt mit dem schwedischen Start-up Paebbl und dem deutschen Generalunternehmer Goldbeck zur Kohlenstoffspeicherung in Holcim-Beton zusammen. Die Unternehmen haben Paebbls CO2-Mineralisierungstechnologie für den Bau eines Logistikzentrums in Süddeutschland genutzt und 886 Kilogramm CO2 gebunden.

(CONNECT) Der Zuger Baustoffkonzern Holcim hat zusammen mit dem schwedischen Start-up Paebbl und dem Generalunternehmer Goldbeck die CO2-Mineralisierungstechnologie von Paebbl erstmals in einem kommerziellen Bauprojekt eingesetzt. Die Technologie wandelt gebundenes CO2 in hellgraues Mineralpulver um - bestehend aus Magnesiumcarbonat und Siliziumdioxid - das dann als zementärer Zusatzstoff (SCM) für die Betonherstellung eingesetzt wird. 

Der zementäre Zusatzstoff Paebbl Rebond wurde im Rahmen der Zusammenarbeit erstmals in einem Holcim-Beton mit verifizierter Environmental Product Declaration (EPD) eingesetzt. Beim Bau der Fundamente eines Logistikzentrums in Süddeutschland reduzierten die Partner dank der Mineralisierungstechnologie den Anteil herkömmlichen Zements im Beton um 15 Prozent gegenüber dem Referenzbeton CEM II/B-M. Die Betonmischung band dabei dauerhaft 886 Kilogramm CO2 auf einer Gesamtfläche von 420 Quadratmetern.

„Mit diesem Projekt haben wir gezeigt, wie sich innovative Technologien für eine nachhaltigere gebaute Umwelt skalieren lassen. Es ist das Ergebnis einer grossartigen Zusammenarbeit mit unseren Partnern und beweist, dass Innovationen im Bauwesen nicht im luftleeren Raum entstehen, sondern durch ein kooperatives Ökosystem“, wird Bengt Steinbrecher zitiert, Head of Holcim MAQER Ventures. ce/ja

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