Schweizer KMU fürchten um Cybersicherheit

Bern/Zürich - Vier von fünf Schweizer KMU fürchten um ihre Cybersicherheit. Dies ist das Ergebnis der Studie KMU Cybersicherheit 2026, die unter der Leitung von Mobiliar und digitalswitzerland durchgeführt wurde. Künstliche Intelligenz stellt demnach eine zusätzliche Bedrohung dar.

(CONNECT) Insgesamt 81 Prozent der Schweizer KMU erwarten eine verschärfte Bedrohung ihrer Cybersicherheit, unter anderem durch Künstliche Intelligenz. Dies geht laut einer Mitteilung aus der jüngsten Studie KMU Cybersicherheit 2026 hervor. Die Studie wurde von der Mobiliar gemeinsam mit digitalswitzerland, der Hochschule für Wirtschaft an der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO Valais-Wallis), der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) und mit Unterstützung des Bundesamtes für Cybersicherheit (BACS) durchgeführt.

Die Studie zeigt, dass nach einem leichten Rückgang im Jahre 2025 die Cybersicherheit in den Unternehmen wieder eine stärkere Rolle spielt. Fast jedes zweite befragte Unternehmen stufte Cybersicherheit als wichtig oder sehr wichtig ein. Dabei zeigen sich die Unternehmen technisch gut aufgestellt: Mehr als 80 Prozent führen regelmässig Software-Updates aus, neun von zehn Unternehmen legen stets Backups ihrer Daten und Programme an. Nachholbedarf besteht in den organisatorischen Massnahmen. Hier führen lediglich 30 Prozent der Befragten regelmässige Mitarbeiterschulungen durch. Notfallpläne, Sicherheitsaudits und die Überprüfung der IT-Sicherheit von Lieferanten sind noch deutlich weniger verbreitet.

Eine grosse Gefahr sehen die Unternehmen in Cyberangriffen. 6 Prozent der befragten Schweizer KMU waren in den vergangenen drei Jahren von einem schwerwiegenden Cybervorfall betroffen, 7 Prozent haben angegeben, bereits einmal in ihrer Vergangenheit Opfer von Cyber-Erpressungen geworden zu sein. „Cyberkriminalität ist für Schweizer KMU zum realen Geschäftsrisiko geworden“, wird Jesús Pampín, Leiter des Kompetenzzentrums Cyber Risk bei der Mobiliar, in der Mitteilung zitiert. „KI verschärft die Bedrohung zusätzlich. Rund 35'000 betroffene KMU zeigen: Cyberschutz ist heute genauso wichtig wie der Schutz vor Feuer oder Naturgefahren. Cybersicherheit darf deshalb nicht allein bei der IT liegen. Sie gehört in die Geschäftsleitung und muss Teil der Unternehmensstrategie sein.“ ce/ww

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