(CONNECT) Laut Luxury Client Index von EY zeigt der globale Luxussektor „erste Anzeichen einer Erholung“, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Wachstum bleibe jedoch fragil und falle je nach Region und Kundensegment unterschiedlich aus. Die Resultate basieren auf einer internationalen Befragung unter 1631 sogenannten Aspirational Luxury Clients in elf Märkten, darunter 100 Personen aus der Schweiz. Erfasst wurden Werte, Erwartungen und Prioritäten der Zielgruppe.
Trotz neuer Trends zählen im Luxussegment weltweit Tradition, Herkunft und Qualität. In der Schweiz achtet knapp die Hälfte (46 Prozent) auf Geschichte und Tradition einer Marke, für 64 Prozent sei die wahrgenommene Produktqualität kaufentscheidend. Laut der Studie etablieren sich zudem gebrauchte Luxusmarkenartikel auf dem Markt. Weltweit würden 62 Prozent ihnen den Vorzug geben, sofern Echtheit und Qualität garantiert sind. In der Schweiz liege der Anteil mit 70 Prozent deutlich höher.
Viele Kunden möchten beim Einkauf etwas erleben, auch kostenpflichtige Exklusivabonnements schneiden gut ab. Weltweit würden den Zahlen zufolge 73 Prozent einen höheren Preis akzeptieren, wenn sie etwa exklusive Lifestyle- und Reiseangebote, personalisierte Angebote und VIP-Erlebnisse erhalten. Auch Künstliche Intelligenz könne dazu beitragen, das Einkaufserlebnis zu verbessern, glauben sowohl weltweit als auch in der Schweiz 81 Prozent der Befragten.
Beim Einkaufsort gewinnen digitale Schnittstellen zunehmend an Bedeutung, wenngleich „der Einkauf von Luxusgütern in stationären Markengeschäften weltweit weiterhin dominiert“. 75 Prozent der letzten Käufe weltweit und 53 Prozent in der Schweiz werden demnach im stationären Handel getätigt.
Nach Aussage von Fabian Wehren von EY Switzerland werden jene Marken erfolgreich sein, „die Innovation gezielt einsetzen und gleichzeitig Exklusivität, Vertrauen und persönliche Kundenbeziehungen stärken“. ce/heg

