(CONNECT) Die Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) hat 2025 zum ersten Mal mehr Absolventinnen ihrer führungsbezogenen Weiterbildungen verzeichnet als Absolventen. Dies bezeichnet sie in einer Mitteilung als bemerkenswerte Entwicklung, zumal Frauen in der Schweizer Wirtschaft bekanntermassen immer noch deutlich unterrepräsentiert sind.
Wie die HWZ beobachtet, zeigen die Zahlen eine kontinuierliche Entwicklung und keinen kurzfristigen Ausschlag. Demnach hat sich der Frauenanteil über mehrere Jahre jenem der männlichen Absolventen angenähert: Seit 2015 nahm der Anteil von Frauen in führungsbezogenen Weiterbildungen der HWZ von 25 Prozent im Jahr 2015 auf 52 Prozent im Jahr 2025 zu.
Der Frauenanteil über alle Abschlüsse der HWZ in der Aus- und Weiterbildung lag 2025 niedriger, nämlich bei 46 Prozent. Damit sind Frauen in spezifisch auf Führungskräfte ausgerichteten Weiterbildungen stärker vertreten als im Durchschnitt aller HWZ-Abschlüsse. Ähnlich ist das Bild auch im Vergleich mit dem Schweizer Arbeitsmarkt: 2024 lag der Frauenanteil in KV-Berufen mit Führungsverantwortung bei 44 Prozent. In den führungsbezogenen Aus- und Weiterbildungen der HWZ bewegte er sich im selben Jahr bereits zwischen 47 und 52 Prozent.
„Die Entwicklung zeigt, dass immer mehr Frauen gezielt in ihre Führungskompetenzen investieren“, wird Dr. Bruno Wüst, Leiter quantitative Forschung an der HWZ, zitiert. „Eine gezielte Weiterbildung führt dabei nicht automatisch zu mehr Frauen in Führungspositionen, sie ist aber eine wichtige Voraussetzung dafür.“ ce/mm

