(CONNECT) Die Kanadevia Inova AG hat einen 33,5 Jahre laufenden Projekt- und Betriebsvertrag für eine Kehrichtverbrennungsanlage zur Energiegewinnung in Casablanca unterzeichnet. Er umfasst den Entwurf, die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Anlage, die laut einer Mitteilung ab Juni 2030 Energie aus Müll bereitstellen soll. Das auf Abfallverwertungs- und Biogasanlagen spezialisierte Zürcher Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Kanadevia Corporation aus Osaka, einer der wichtigsten Grosshändler in Japan.
Für dieses Projekt gründet Kanadevia Inova eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Company, SPC), an der auch Nareva, eines der grössten afrikanischen Unternehmen für nachhaltige Energie und Wasserentsalzung mit Sitz in Casablanca, und das japanische Grosshandelsunternehmen Itochu beteiligt sind. Die Zweckgesellschaft wird das Projekt umsetzen und die Verträge für Ingenieursleistungen, Beschaffung und Bau sowie langfristige Wartungsverträge abschliessen.
Die neue Anlage wird pro Jahr rund 1 Terawattstunde Strom erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von etwa 1 Million Menschen. Sie wird mit den Verbrennungs- und Kesselsystemen und dem automatischen Verbrennungsregelungssystem Autaro von Kanadevia Inova ausgestattet. Zudem umfasst das Projekt eine 50-Megawatt-Solaranlage, eine 4-Megawatt-Anlage zur Gewinnung und Nutzung von Deponiegas sowie eine Sickerwasserbehandlungsanlage.
Ausserdem wird die Anlage den Angaben zufolge so konzipiert, dass Technologien zur CO2-Abscheidung und -Speicherung integriert werden können. Das soll die Treibhausgasemissionen weiter reduzieren und die Dekarbonisierung unterstützen. ce/mm

