Goldman Sachs Alternatives beteiligt sich mit 50 Millionen Dollar an BLP Digital

Zürich/New York - Goldman Sachs Alternatives investiert 50 Millionen Dollar in BLP Digital. Die Software der Zürcher Firma extrahiert alle Informationen aus eingehenden Kunden- und Lieferantendokumenten und gleicht sie vollautomatisch mit dem System für die Ressourcenplanung ab.

(CONNECT) Goldman Sachs Alternatives beteiligt sich laut einer Mitteilung mit 50 Millionen Dollar als Wachstumsinvestor an BLP Digital. Die 2019 entstandene Ausgliederung von Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich und Universität St.Gallen ist in Zürich ansässig. Sie automatisiert in grossen Unternehmen mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die Verarbeitung von eingehenden Dokumenten über Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Accounts Payable).

Die Software von BLP Digital extrahiert alle Informationen aus eingehenden Dokumenten wie Rechnungen, Lieferscheine und Spesenabrechnungen und gleicht sie vollautomatisch mit dem System für die Ressourcenplanung (Enterprise Resource Planing, ERP) ab. „Stimmt alles, muss kein Mensch auch nur einen Finger rühren“, heisst es in einem Selbstbeschrieb des Unternehmens. „Bei Abweichungen schaltet die KI die richtige Person vor Ort ein.“

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, werden Finance-Arbeitsabläufe in atomare Aufgaben zerlegt, die von spezialisierten Agenten übernommen und durch einen Digitalen Zwilling orchestriert werden. Vorgefertigte und vortrainierte KI-Agenten arbeiten über viele Kunden hinweg als ein Gehirn und müssen nicht erst projektspezifisch angelernt werden.

Finanzchefs bräuchten heute keine weiteren Technologieexperimente, wird BLP-CEO Tim Beck zitiert, „sondern zukunftsfähige Lösungen, die sich unmittelbar im Unternehmensergebnis niederschlagen. Der Einstieg von Goldman Sachs Alternatives als Wachstumsinvestor unterstreicht diese unsere Mission.“ Alexander Lippert, Managing Director von Goldman Sachs Alternatives, sieht BLP Digital bestens positioniert, „um Kategorienführer zu werden und Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Kernprozesse zu modernisieren, die operative Effizienz zu steigern und den Einsatz von KI in messbare Geschäftsergebnisse zu übersetzen“.

Roger Niklaus, Leiter des Rechnungswesens bei der Migros, erklärt in einer weiteren Version der Mitteilung, sein Unternehmen habe mit BLP Digital „direkt vor der Haustür die Plattform gefunden, die modernste KI aus der ETH-Forschung in unsere Finanzfunktion bringt“ und sie in allen ihren Genossenschaften eingeführt. „Die Ergebnisse sind so gut und das Potenzial so gross, dass wir bereits dabei sind, BLP Digital in weiteren Firmenbereichen und zusätzlichen Prozessen auszurollen.“ ce/mm

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