(CONNECT) Die erste hitzeresistente Drohne soll künftig vor allem Feuerwehrleute dabei unterstützen, schnelle und fundierte Entscheidungen zu treffen. Entwickelt wurde der Flugroboter an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Das Start-up FireDrone führt das Projekt weiter. Unterstützung erhält die in Dübendorf ansässige Ausgliederung von Empa und Eidgenössischer Technischer Hochschule Lausanne von verschiedenen Förderprogrammen wie Venture Kick, der Gebert Rüf Stiftung und dem Innovation Booster Robotics.
„Heute müssen Feuerwehrleute selbst in brennende Gebäude vordringen, um Gefahrenstoffe oder vermisste Personen zu lokalisieren“, wird Fabian Wiesemüller vom Empa-Labor für nachhaltige Robotik und Mitgründer des Start-up-Unternehmens, in einem Bericht seiner Forschungsanstalt zitiert. „Mit der FireDrone können wir erstmals eine Drohne in Gefahrenbereiche schicken, um genau das zu tun, und so das Risiko bei Brandeinsätzen deutlich zu minimieren.“ Ausserdem könnte die FireDrone künftig auch Zement- oder Stahlwerke und Kehrichtverbrennungsanlagen im laufenden Betrieb inspizieren.
Die FireDrone fliegt bei Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius. Geschützt wird sie durch eine patentierte Isolation aus ultraleichtem Aerogel. An deren chemischer Zusammensetzung – von der Auswahl der Ausgangsstoffe bis hin zu Polymerisations- und Lösungsmittelprozessen – wurde an der Empa jahrelang geforscht. Zusätzlich verfügt die FireDrone über ein internes Temperaturmanagementsystem, das die Elektronik kontinuierlich kühlt und überwacht.
Zusätzlich entwickelt das Team das FireDrone Nest, eine mobile, thermisch isolierte Andock- und Wartungsstation. „Der Schritt vom Forschungsprojekt in die Praxis wäre ohne die jahrelange Unterstützung der Empa nicht möglich gewesen“, so Wiesemüller. „Jetzt geht es darum, die Technologie in reale Einsätze zu bringen.“ Tests in realen Umgebungen laufen bereits. ce/mm

