(CONNECT) Bei einer ausserordentlichen Generalversammlung haben die Aktionärinnen und Aktionäre des Genfer Aussenwerbevermarkters AGP|SGA die Voraussetzungen für eine stärkere Beteiligung des Zürcher Medienhauses NZZ geschaffen. So ist statuarisch möglich, dass die NZZ ihre Beteiligung von 25 auf 45 Prozent ausbaut. Dazu will sie Aktien von den beiden Grossaktionären ankaufen, vom französischen Unternehmen JCDecaux SE mit Sitz in Neuilly-sur-Seine bei Paris und Pargesa Asset Management S.A. aus Genf. Aktienkaufverträge sind laut eigenen Aussagen bereits unterzeichnet.
Diese Pläne hatte sie bereits im Dezember 2025 kommuniziert und einen Antrag auf die Einführung einer sogenannten Opting-up-Bestimmung gestellt. Praktisch heisst dies, dass die NZZ für die Transaktion trotz der Überschreibung des gesetzlichen Grenzwerts von einem Drittel der Stimmrechte kein Übernahmeangebot unterbreiten muss. Diesen Weg hatte die NZZ ausgeschlossen.
Die Mitglieder des AGP|SGA-Verwaltungsrates hatten zuvor in einer Stellungnahme empfohlen, den Antrag der NZZ anzunehmen. Und letztlich wurde der neuen Bestimmung gemäss AGP|SGA an der Generalversammlung mit 2’079’950 Ja-Stimmen gegen 319'613 Nein-Stimmen und 4939 Enthaltungen zugestimmt. Sie greift nun bis zu einem Anteil von 49 Prozent.
Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigaben rechnen die Unternehmen damit, dass der Beteiligungsausbau im zweiten Quartal 2026 stattfinden kann. ce/yvh

