(CONNECT) Am 17. März veranstaltet die Denkfabrik FE+MALE im Gottlieb Duttweiler Institut (GDI), Zürich, zum ersten Mal die BFBI Biennale „A Path to 2030“ mit Konferenz und der Vergabe des Biennal Awards. Die Veranstaltung steht im Kontext der Beat the Funding Bias Initiative (BFBI), die von einer Allianz unter Leitung von FE+MALE getragen wird. Ziel ist, für unbewusste Vorurteile in Entscheidungsprozessen zu sensibilisieren. Wird dieser sogenannte Verhaltensbias im Investmentbereich überwunden, fördert das laut einer Mitteilung nachhaltiges und integratives Wirtschaftswachstum, Resilienz und sozialen Zusammenhalt.
Für den Award können sich Organisationen bis zum 2. Februar bewerben. Eine Fach-Jury wählt die Gewinner danach aus, inwieweit diese Geschlechtergerechtigkeit in Prozesse integrieren und messbare Wirkung erzielen. Die Preisträger sollen als Vorbilder dafür dienen, wie dieser systemische Wandel Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft generieren kann.
Auf dem Konferenztag geht es um aktuelle Forschungsergebnisse und Werkzeuge zur Sensibilisierung. Zudem stimmen die Anwesenden über Initiativen ab, die die FE+MALE Think Tank Roadmap 2026-2030 prägen. „Alle Teilnehmenden sollen das inklusive Schweizer Entrepreneurship-Ökosystem mitgestalten können“, sagt FE+MALE-Hauptinitiatorin Patricia M. Montesinos. Eingeladen sind Vertretende von Unternehmen, Initiativen und Institutionen, um sektorübergreifend Netzwerke zu stärken.
„Indem wir lang etablierte Praktiken hinterfragen und forschungsbasierte Ansätze übernehmen, können wir Führung neugestalten – inklusiver, vielfältiger und wirksamer“, wird der Direktor des Locarno Film Festivals, Raphaël Brunschwig, zitiert. Die BFBI treibe diese Arbeit auch mit der Konferenz und dem Award voran. „Grössere Geschlechtervielfalt ist ein zentraler Treiber für Kreativität, Resilienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit – in der Schweiz wie weltweit“, so Raphaël Brunschwig.
Die BFBI vereint über 30 Organisationen und Führungspersonen aus Bildung, Wirtschaft und Politik, darunter die Gebert Rüf Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung und die Standortförderung des Kantons Bern. Zu den Unterstützerinnen zählt auch Carole Ackermann, die Präsidentin der internationalen Bildungsgruppe EHL mit Sitz in Lausanne. Sie betont laut Mitteilung die Relevanz des Themas in Zeiten geopolitischer, technischer und gesellschaftlicher Umwälzungen. „Studierende brauchen die richtigen Kompetenzen, um diesen neuen Anforderungen zu begegnen. Diverse Teams und inklusives Verhalten sind zentral für die Förderung unterschiedlicher Denkweisen und innovativer Lösungen“, wird Carole Ackermann zitiert. ce/yvh

