Roland Kappeler ist seit 2022 Mitglied des Zürcher Kantonsrats, wo er die SP vertritt. Innerhalb des Kantonsrats gehört er der Aufsichtskommission über die wirtschaftlichen Unternehmen an. Lange war Kappeler auf Gemeindeebene politisch aktiv: Er gehörte von 2012 bis 2023 dem Winterthurer Stadtparlament an. Roland Kappeler ist Ökonom und pensionierter Handelslehrer an der Kantonsschule Zürcher Oberland. Zudem ist er als Dozent an der Universität Zürich tätig. Er hat drei Töchter, die sich alle in einer Tertiärausbildung befinden.
Herr Kappeler, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Winterthur Stadt besonders am Herzen?
Winterthur kennt alle Probleme von Schweizer Grossstädten, kann als Nicht-Hauptstadt jedoch nur wenig von den Vorteilen profitieren. Somit ist auch die Steuerkraft eher tief. Wir sind deshalb auf einen fairen Finanzausgleich angewiesen, um den Service public in den Bereichen Wohnen, Soziales, Bildung, Pflege und Kultur solidarisch zu finanzieren. Bestrebungen, den Zentrumslastenausgleich in Frage zu stellen, zielen zwar primär auf die Stadt Zürich, aber der Kollateralschaden wäre gross, ist Winterthur doch als Bildungs-, Kultur- und Familienstadt äusserst beliebt.
Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als Erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Ich bin nicht Royalist, sondern überzeugter Fan unserer Schweizer Demokratie. Allerdings lassen wir noch zu wenige Menschen daran teilhaben. Wer hier arbeitet und Steuern zahlt und damit zu unserem Wohlstand beiträgt, sollte auch politisch mitbestimmen können. Eine Ausweitung des Stimm- und Wahlrechts wäre also ein vertretbarer Akt eines Monarchen.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Regelmässiger Sport (Velo- und Skifahren, Schwimmen, Fitnesstraining), vielfältige Kulturbesuche (Konzerte, Theater, Filme), Lesen (vor allem zu politischen und ökonomischen Themen) sowie ausreichend Schlaf sorgen für ein ausgeglichenes, gesundes Leben.

