Chinas industrieller Aufstieg birgt Risiken für Schweizer Wettbewerbsfähigkeit

Zürich - Der industrielle Aufstieg Chinas könnte die Schweizer Wirtschaft stärker beeinträchtigen als die Zölle der USA. Dies stellt eine Studie der UBS fest. Laut den Fachleute der Grossbank rückt die chinesische Konkurrenz zunehmend in Branchen wie Maschinenbau, Präzisions- und Medizintechnik vor.

(CONNECT) Die Wirtschaftsfachleute der UBS warnen vor den Auswirkungen des industriellen und technologischen Aufstiegs Chinas auf die Schweizer Wirtschaft. „Während die wirtschaftlichen Folgen der US-Zölle für die Schweiz voraussichtlich begrenzt bleiben, dürfte der industrielle Aufstieg Chinas die Wettbewerbsbedingungen vieler Schweizer Unternehmen nachhaltig verändern“, schreibt die UBS in einer Mitteilung zu ihrem aktuellen Outlook Schweiz. Der Druck der chinesischen Konkurrenz wird durch die dortigen Überkapazitäten und eine schwache Binnennachfrage noch verstärkt.

Derzeit profitiere die Schweiz noch „von ihrer Spezialisierung auf innovative und hochwertige Produkte“, wird Meret Mügeli, Ökonomin bei UBS Chief Investment Office Global Wealth Management, in der Mitteilung zitiert. „Dennoch rückt die chinesische Konkurrenz zunehmend in Bereiche wie den Maschinenbau und die Präzisions- bzw. Medizintechnik vor, die bislang als besondere Stärke der Schweizer Industrie galten.“

Zugang und Verankerung im Markt werden im Zuge dieser Entwicklungen nach Ansicht der Fachleute der UBS immer wichtiger. Sie rechnen damit, dass Unternehmen vermehrt Produktionskapazitäten nahe der Absatzmärkte aufbauen, um Belastungen durch Zölle zu entgehen und Lieferketten robuster zu zu machen. Darüber hinaus weisen sie auf die Bedeutung einer aktiven Handelspolitik hin. Als positives Beispiel wird die kürzlich vereinbarte Optimierung des Freihandelsabkommens der Schweiz mit China angeführt. Es dürfte „den Marktzugang in einem zentralen strategischen Markt weiter verbessern“, heisst es in der Mitteilung. ce/hs

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