Marion Matter vertritt seit 2023 die SVP im Zürcher Kantonsrat für den Wahlkreis Meilen und ist Mitglied der Justizkommission. Zuvor engagierte sie sich von 2014 bis 2018 in der Sozialbehörde ihrer Wohngemeinde Meilen. Beruflich ist die gelernte Bankkauffrau in ihrem Familienunternehmen tätig und präsidiert zudem die Stiftung «El Refugio», die ein Kinderheim in Honduras unterstützt.
Frau Matter, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Meilen besonders am Herzen?
Die verkehrstechnische Anbindung an Zürich lässt sehr zu wünschen übrig. Die Gemeinden am rechten Zürichseeufer, notabene ohne Autobahnanschluss, sind auf fliessenden Verkehr an der See- und Bellerivestrasse angewiesen. Für den motorisierten Individualverkehr wie auch für das Gewerbe sind unnötige Staustunden nicht nur lästig, sondern auch teuer. Die derzeitige Sanierung der Bellerivestrasse führt nur deshalb nicht zum Kollaps, weil sämtliche Zubringerstrassen im Seefeld gesperrt sind, Fussgängerstreifen teilweise aufgehoben und Lichtsignalanlagen optimiert wurden.
Wenn Sie Königin von Zürich wären, was würden Sie als erstes zu Gunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Gottlob ist dies eine hypothetische Frage, denn Demokratie ist aus meiner Sicht das A und O einer funktionierenden Gesellschaft. Monarchien haben schon den einen oder anderen Despoten hervorgebracht und zu blutigen Kriegen geführt. Mir wäre nicht wohl dabei, die alleinige Macht zu besitzen. Wenn ich aber doch einen oder zwei Wünsche frei hätte, würde ich die Steuern senken, um die Bevölkerung und Unternehmen zu entlasten, sowie den Zentrumslastenausgleich abschaffen.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Mir ist es enorm wichtig, so viel Zeit wie möglich mit der Familie zu verbringen. Zudem finde ich bei Spaziergängen mit unserer Hündin Whisky Ruhe und Erholung in der Natur, sei es in den wunderschönen Naherholungsgebieten unseres Bezirks Meilen oder in den Bündner Bergen, wo es mich immer wieder hinzieht. Für meine heimliche Leidenschaft, das Bücherlesen, fehlt mir leider oft die Zeit. Das muss dann meist auf die Ferienzeit verschoben werden.

