ZHAW stellt steigende Erwartungen durch KI-Nutzung fest

Winterthur - Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben den Einfluss generativer Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt untersucht. Die Nutzung von KI wird dabei positiv bewertet, aber KI kann auch mehr Druck hinsichtlich der Produktivität erzeugen.

(CONNECT) Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Sitz in Winterthur haben eine Studie zur Nutzung generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) vorgelegt. Laut einer Mitteilung sollten Fragen zur Effizienz, aber auch zu Herausforderungen und Unsicherheiten im Umgang mit der neuen Technologie erörtert werden. Für die Untersuchungen im Rahmen der 9. IAP Studie wurden 30 Teilnehmende zwischen Oktober und Dezember 2025 befragt. Ergänzend wurden standardisierte Fragebögen verwendet.

Befragte gaben an, positive Gefühle zu haben, wenn die Nutzung der GenKI zu höherer Qualität, effizienteren Arbeitsprozessen oder erfolgreichen Problemlösungen führte. „Wenngleich ein Teil der Befragten steigende Erwartungen an Produktivität und den Druck, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten, als belastend empfindet, wird GenKI überwiegend als entlastend erlebt", wird Co-Studienleiterin Julia Kornfeind in der Mitteilung zitiert. Unsicherheiten bestanden jedoch bezüglich der Fehleranfälligkeit sowie auch in Fragen rechtlicher Natur, so bei Urheberrecht und Datenschutz. Einige Befragte äusserten sich auch zu mangelnder Kommunikation im Team nach Nutzung der GenKI in den Arbeitsprozessen.

„Damit die ständige Verfügbarkeit von GenKI den persönlichen Austausch nicht schleichend verdrängt, sollten Teams gezielt Räume für gemeinsames Lernen und informellen Erfahrungsaustausch schaffen“, heisst es von Co-Studienleiterin Anna-Lena Majkovic. „Die Einführung neuer Arbeitsweisen erfordert zudem offene Gespräche über Rollenveränderungen, Verantwortlichkeiten sowie die Grenzen des Einsatzes von GenKI.“ Die Befragten zeigten sich zuversichtlich bezüglich beruflicher Perspektiven. Sie begriffen die Technologie als Chance für die persönliche Entwicklung, auch wenn das Risiko der Substitution von Tätigkeiten durch GenKI gesehen wird. ce/ww

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