(CONNECT) Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wird zentral zur künftigen schweizerisch-indischen Forschungszusammenarbeit beitragen. Im Rahmen eines Staatsbesuchs von Bundespräsident Guy Parmelin wurde das bestehende Academia-Industry Training India ausgeweitet. Es unterstützt seit mehr als zehn Jahren Forschende aus der Schweiz und Indien dabei, wissenschaftliche Ideen weiterzuentwickeln und sich in beiden Innovationsökosystemen zu vernetzen.
Mit einer neuen Umsetzungsvereinbarung zwischen dem indischen Department of Science and Technology und dem an der ZHAW angesiedelten Swiss Leading House South Asia wird das Programm nun bilateral weitergeführt. Die Vereinbarung wurde laut einer Mitteilung der Hochschule im Beisein von Parmelin und dem indischen Premierminister Narendra Modi offiziell ausgetauscht.
Zur Schweizer Wissenschaftsdelegation unter Leitung von Staatssekretärin Martina Hirayama zählte auch ZHAW-Rektorin Regula Jöhl. Das dreitägige Programm brachte sie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Forschung, Hochschulen und Innovation zusammen. Dabei wurden auch Erfolge der 20-jährigen schweizerisch-indischen Forschungszusammenarbeit gewürdigt. Als konkrete Beispiele dienten etwa das Projekt „AI for Public Good – Sustainable and Resilient Supply Chains“ und das Schweizer Deep-Tech-Unternehmen Perovskia Solar.
Ein hochrangiger Runder Tisch befasste sich mit Entwicklungen hinsichtlich Künstlicher Intelligenz, Quantentechnologien, Raumfahrt, Verteidigung und Gesundheitstechnologien. Amanda Strub, die Leiterin des Swiss Leading House South Asia und Mitglied des Indo-Swiss Joint Scientific Board, hob den Angaben zufolge den Wert von Formaten hervor, die die Forschenden mit wissenschaftsbasierten Investierenden und Fachleuten aus der Politik zusammenbringen. Schliesslich stellte das Swiss Leading House South Asia auch die Indo-Swiss Quantum Dialogues vor, die 2027 in Bengaluru und 2028 in der Schweiz stattfinden sollen. ce/mm

