IBM Research Zürich feiert 70-jähriges Bestehen

Rüschlikon ZH/Yorktown Heights - IBM Research Zürich hat seinen 70. Geburtstag gefeiert. Das industrielle Forschungslabor in Rüschlikon war 1956 als erster Standort ausserhalb der USA gegründet worden. Die Gratulanten würdigten die Einrichtung, die vier Nobelpreisträger hervorgebracht hat.

(CONNECT) Bei einer Feierstunde blickten Verantwortliche und Mitarbeitende von IBM Research Zürich mit ihren Gästen aus Politik, Industrie und akademischen Einrichtungen auf die 70-jährige Geschichte des industriellen Forschungslabors zurück. „Es war eine grosse Ehre, die inspirierenden Worte von Bundespräsident Guy Parmelin und die kraftvolle, feierliche Rede des IBM-Vorsitzenden und CEO Arvind Krishna mitzuerleben“, so Alessandro Curioni in einer Mitteilung. Als Chef von IBM Research Algorithms & Applications leitet Curioni die Forschungsaktivitäten des nordamerikanischen Technologiekonzerns in Europa und Afrika.

Der globale IBM-Forschungsdirektor Jay Gambetta teilte seine hohe Meinung über die Bedeutung des Zürcher Standorts für die IBM-Marke und das globale Technologie-Ökosystem mit den Anwesenden. Zudem, so Curioni, sei es „eine grosse Freude“ gewesen, Joël Mesot, dem Präsidenten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), über die fruchtbare Beziehung zwischen beiden Einrichtungen sprechen zu hören.

Mesot berichtete laut „Inside IT“ davon, dass er als Physikstudent an der ETH in überfüllten Hörsälen sass, nachdem die beiden IBM-Forscher Gerd Binnig und Heinrich Rohrer für die Entwicklung des Rastertunnelmikroskops 1986 den Nobelpreis für Physik erhalten hatten. Im Folgejahr wurde Georg Bednorz und Karl Alexander Müller für ihre Entdeckung der Hochtemperatursupraleitung ebenfalls der Nobelpreis verliehen. Auch sie verband eine jahrelange Zusammenarbeit am IBM-Forschungslabor in Rüschlikon.

Auch künftige Generationen von Studierenden und Forschenden könnten von der Kooperation zwischen IBM Research und der ETH profitieren, so Mesot. IBM werde im Rahmen eines Offset-Abkommens einen IBM-Quantencomputer der neuesten Generation am Nationalen Supercomputing Center in Lugano installieren.

Auf dem Podium diskutierten Anna Frontcuberta-Morral, Präsidentin der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, Judith Arfsten, Leiterin des Deep Tech Center, Nestlé Research and Development, und Mark Thomson, Generaldirektor des CERN, über europäische Spitzentechnologie und die derzeit enorme Dynamik in der Computertechnik. ce/mm

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