ZHAW prüft Machbarkeit von Agri-Photovoltaik im Kanton Zürich

Wädenswil ZH - Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat eine Machbarkeitsstudie zur Agri-Photovoltaik im Kanton Zürich durchgeführt. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse hinsichtlich agronomischer und wirtschaftlicher Aspekte für Politik und Praxis.

(CONNECT) Forschende des in Wädenswil ansässigen Departements Life Science and Facility Management der Zürcher Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben eine Machbarkeitsstudie zur Anwendung von Photovoltaik (PV) auf landwirtschaftlichen Flächen im Kanton Zürich durchgeführt. Die Analyse zeigt laut einer Mitteilung, dass für die sogenannte Agri-Photovoltaik ein wirtschaftliches Potential besteht, wenngleich dieses mit standortabhängigen Unsicherheiten und hohen Anforderungen an Planung und Bewilligung verbunden ist.

Im Kanton wurden acht Standorte im Rahmen der Pilotprojekte Agri-Photovoltaik im Kanton Zürich untersucht. Ziel dessen war, agronomische und wirtschaftliche Aspekte zu beleuchten, um Erkenntnisse für Politik und Praxis zu liefern. Es zeigte sich, dass Photovoltaikanlagen grundsätzlich installierbar sind. Die Wirtschaftlichkeit hängt dabei von Anlagetyp, Standort und Grösse ab. Robuste Daten liefern vertikale Anlagen, Unsicherheiten bestehen bei Tracking-Anlagen. Die Stromerträge liegen bei Spitzenwerten zwischen 1100 und 1470 Kilowattstunden pro Jahr und damit über den Erträgen klassischer PV-Dachanlagen. Insbesondere zeigte sich: Tracking-Systeme erzielen die höchsten Stromerträge sowie einen besonders hohen Ertrag im Winter; vertikale Anlagen zeigen bei geringerer Ausbeute einen hohen Anteil an Winterstrom; fest aufgestellte Anlagen zeigen durchschnittlich höhere Ergebnisse, jedoch geringeren Anteil von Winterstrom.

Agronomisch bieten die Anlagen Schutz vor Extremwetter. Allerdings müssen Bodenbelastung und landwirtschaftliche Produktivität berücksichtigt werden. Ertragsschätzungen könnten für landwirtschaftliche Betriebe über eine Laufzeit von 25 Jahren einen Bargewinn zwischen 200‘000 und 400‘000 Franken bringen, so die Studie. Zu den politischen Empfehlungen gehören der Ausbau von Förderung und Beratung, das Schaffen rechtlicher Klarheit sowie das Berücksichtigen von Markt- und Preisrisiken. Weitere Pilotanlagen könnten hier Klarheit schaffen, heisst es. ce/ww

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