(CONNECT) Die deutsche Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ und die Beratungsfirma McKinsey haben die Finalisten für ihren Spark Award – Der Technologiepreis 2026 bekanntgegeben. Darunter befinden sich mit Jua.ai aus Zürich und terralayr aus Zug zwei jeweils 2022 in der Schweiz gegründete Jungunternehmen. Ausserdem sind mit Proxima Fusion (München/Villigen AG) und Sphere Energy (Grossaitingen/Zürich) zwei deutsche Unternehmen vertreten, die in der Schweiz wichtige Tochterfirmen unterhalten.
Der Spark Award wird in diesem Jahr zum elften Mal an aussergewöhnliche und innovative Start-ups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verliehen, deren Ideen das Potenzial haben, Märkte grundlegend und nachhaltig zu verändern. Die Preisverleihung findet am 5. November in München statt.
Jua.ai arbeitet an der Erschaffung einer universellen Simulationsmaschine für die physikalische Welt. Das Start-up betreibt bereits ein Wettervorhersagemodell, das nun auf das gesamte Erdsystem erweitert wird, etwa für die Modellierung der Strömungsdynamik um Fahrzeuge und Turbinen und die Simulation von Waldbränden und Überschwemmungen.
Terralayr mit Hauptsitz in Zug und Niederlassung in Berlin entwickelt und betreibt Grossbatteriespeicher (BESS) und hat 2026 eine Finanzierung von 192 Millionen Euro erhalten. Terralayr ist nicht nur der am schnellsten wachsende BESS-Betreiber in Deutschland, sondern macht mit seiner Plattform LAYR Energieflexibilität Handel- und skalierbar. Das trägt zu Netzstabilität und zum Ausgleich von Strompreisen bei.
Proxima Fusion ist Europas höchstbewertetes Stellarator-Unternehmen und die erste Ausgründung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Für seine Entwicklung von Fusionskraftwerken auf Basis von QI-HTS-Stellaratoren hat es 2026 eine Finanzierung von 411 Millionen Euro erhalten. An seiner Niederlassung im Switzerland Innovation Park Innovaare (Villigen) arbeitet Proxima Fusion seit 2024 gemeinsam mit dem Paul Scherrer Institut an der Entwicklung der Hochtemperatur-Supraleiter-Magnettechnologie für den Stellarator.
Sphere Energy hat ein Betriebssystem und eine zugehörige Datenplattform geschaffen, das mit Künstlicher Intelligenz die industrielle Produktentwicklung fast so schnell macht wie die Entwicklung von Software. Dafür führt das Start-up verteilte Entwicklungsdaten aus Prüfständen oder Simulationen mit Felddaten zusammen und macht sie nutzbar.
Ausserdem nominiert sind die Berliner Start-ups Apheris, deepset und Qdrant, dazu Focused Energy (Darmstadt), Lidrotec (Bochum) und Q.ANT (Stuttgart). ce/mm

