Mobiles Zahlen ist im Laden erstmals am beliebtesten

St.Gallen/Winterthur - Das mobile Bezahlen ist in Schweizer Läden zum ersten Mal beliebter als Bargeld und Debitkarte. Gleichzeitig steigt der Rückhalt für das Bargeld markant. Das zeigt der Swiss Payment Monitor 2/2026 von Universität St.Gallen und Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

(CONNECT) Die Nutzung von mobilen Geräten bei der Bezahlung ist in den vergangenen sechs Monaten um weitere 3,1 Prozentpunkte gestiegen und macht mittlerweile 34,5 Prozent aller Transaktionen im Gesamtmarkt aus. Auf Platz 2 liegt die Barzahlung mit 23,2 Prozent (+0,2 Prozentpunkte), der Debitkarte mit 22,5 Prozent (-1,3 Prozentpunkte) und der Kreditkarte mit 14,5 Prozent (-2,7 Prozentpunkte). Das zeigt der Swiss Payment Monitor 2/2026 von Universität St.Gallen und Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Vergleich zu ihrer Erhebung zu Beginn des Jahres.

In Ladengeschäften legte das mobile Bezahlen um 3,4 Prozentpunkte zu und ist gemessen an der Anzahl der Transaktionen zum ersten Mal seit Beginn der Untersuchungen beliebtestes Zahlungsmittel, vor Barzahlung, Debitkarte und Kreditkarte. Vor sechs Monaten hatte noch die Debitkarte an der Spitze gelegen. Diese Ergebnisse beruhen auf den Daten von 1117 Personen. Sie wurden im Mai 2026 im Rahmen des 15. Swiss Payment Monitors des Center for Financial Services Innovation der beiden Hochschulen erhoben.

Der Anteil jener, die eine Abschaffung des Bargelds „überhaupt nicht gut“ finden, steigt markant um 11,3 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent. Insgesamt lehnen 79,2 Prozent (+10,4 Prozent) eine Abschaffung des Bargelds ab. Diesen neuen Höchstwert führt die Studie auf die Volksinitiative Bargeld ist Freiheit vom 8. März 2026 zurück.

In einer Zusatzbefragung zum Thema Agentic Commerce konnten sich zwei Drittel der Befragten eine Empfehlung des Zahlungsmittels durch einen Künstliche-Intelligenz-Agenten vorstellen. 80 Prozent lehnen jedoch eine vollautomatische Zahlung ohne Bestätigung ab. ce/mm

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