(CONNECT) DeepPsy erhält vom Schweizerischen Nationalfonds eine Förderung von 1,99 Millionen Franken. Diese Summe soll eine vierjährige randomisierte Studie zur personalisierten Behandlung von schweren depressiven Störungen unterstützen. Dabei wird laut einer Mitteilung untersucht werden, ob Behandlungsentscheidungen, die auf den elektrophysiologischen Biomarkern von DeepPsy basieren, die Therapieergebnisse im Vergleich zu Standardempfehlungen verbessern können.
Das in Zollikon ansässige Digital-Health-Unternehmen erstellt auf der Grundlage von Daten zur Gehirn- und Herzaktivität klinische Berichte, um die Behandlungsplanung bei Depression zu verbessern. Dazu identifiziert das 2021 gegründete und im Rahmen von Venture Leaders, des Schweizer Nationalen Start-up-Teams, geförderte Start-up Biomarker in Elektrokardiogrammen (EKG) und Elektroenzephalographien (EEG), die bei Depressionen Hinweise auf geeignete Behandlungsformen geben.
DeepPsy organisiert die Aufzeichnung, kümmert sich um die sichere Datenübertragung, analysiert die EEG- und EKG-Daten mit seiner Software, erstellt einen Bericht und übernimmt die Rechnungsstellung gegenüber der Krankenkasse. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt prüft den Bericht, trifft eine Entscheidung und führt das Behandlungsgespräch.
Ziel dieser Präzisionspsychiatrie ist es, anhand des individuellen Profils einer Patientin oder eines Patienten möglichst schnell die optimale Behandlungsform zu finden und langwierige Versuche mit verschiedenen Medikamenten zu vermeiden. Die multizentrische Studie wird gleichzeitig biologische Veränderungen und die Kosten für das Gesundheitswesen untersuchen. DeepPsy stellt die Analysesoftware bereit, die Studie selbst wird durch ein unabhängiges akademisches Konsortium durchgeführt. ce/mm

