Schweizer Firmen rechnen für 2026 mit starkem Franken

Zürich - Schweizer Unternehmen rechnen für 2026 mit einem anhaltend starken Franken. Das zeigt der UBS Outlook Schweiz. Der Dollar soll Ende des Jahres 0,78 Franken kosten, der Euro 0,91 Franken. Das liegt nahe am jetzigen Kurs. Der schwache Dollar belastet nur eine Minderheit von Unternehmen.

(CONNECT) Die Schweizer Unternehmen rechnen mit einem starken Franken auch 2026. Das zeigt der UBS Outlook Schweiz. Er beruht auf einer Devisenumfrage, den das UBS Chief Investment Office Global Wealth Management im Spätherbst 2025 unter rund 300 Unternehmen durchgeführt hat.

Die Firmen rechnen für Ende Jahr mit einem Dollar-Franken-Wechselkurs von 0,78 und einem Euro-Franken-Kurs von 0,91. Damit liegen sie beim Dollar nahe an der Schätzung der UBS, die 0,79 erwartet. Beim Euro rechnet die Bank dagegen mit einem Kurs von 0,95. Laut Nationalbank lag der Dollar-Franken-Kurs am 10. Februar bei 0,7655 und der Euro-Franken-Kurs bei 0,9120.

Nur eine Minderheit sieht im schwachen Dollar ein Problem. „Dies dürfte damit zusammenhängen, dass die USA nur für eine Minderheit der exportorientierten Firmen der wichtigste Absatzmarkt sind und importorientierte Unternehmen sogar von einem stärkeren Franken profitieren“, wird UBS-Ökonom Florian Germanier in der Mitteilung zum Outlook zitiert.

Negativ betroffen sind exportorientierte Unternehmen, die in Dollar verrechnen. 11 Prozent der Unternehmen sagen, dass sich Exporte bei einem Dollar von 0,75 bis 0,79 Franken nicht mehr lohnen würden. Fällt der Dollar unter 0,75 Franken, dann würden sich die Exporte schon für die Hälfte der exportorientierten Firmen nicht mehr lohnen.

Die Firmen rechnen zudem mit einem anhaltend schwachen Wachstum, 25 Prozent sogar mit einem schwächeren Wachstum als 2025. Auch die UBS erwartet keine Impulse der Aussenwirtschaft für das Schweizer Wachstum. „Mit einer Verschiebung von Teilen der Pharmaproduktion in die USA in den kommenden Jahren dürfte auch das Wachstumspotenzial der Schweizer Wirtschaft unter Druck kommen“, wird UBS-Ökonom Maxime Botteron zitiert. ce/ug

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