Schweiz behält AA1-Rating im Länderrisikoatlas 2026

Wallisellen ZH - Der Kreditversicherer Allianz Trade hat seinen Länderrisikoatlas 2026 veröffentlicht, der die wirtschaftlichen Aussichten, Risiken und Chancen in insgesamt 83 Ländern bewertet. Trotz Handelsspannungen sinken globale Länderrisiken insgesamt, die Schweiz behält ihr AA1-Rating.

(CONNECT) Der Kreditversicherer Allianz Trade hat zum dritten Mal seinen Länderrisikoatlas veröffentlicht. Der Atlas misst die wirtschaftlichen Aussichten in 83 Ländern, die laut einer Mitteilung insgesamt etwa 94 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmachen. Das Rating kombiniert 17 kurzfristige und 18 mittelfristige Indikatoren und hat zum Ziel, Entscheidungsträger als pragmatischer Kompass zu unterstützen. Die Schweiz kann trotz eines turbulentem Wirtschaftsjahres 2025 ihr AA1-Rating behalten. Die Entspannung im Zollkonflikt mit den USA dämpfte Abwärtsrisiken, dennoch bleiben Exportaussichten verhalten. Investitionen in Ausrüstungsgüter stagnieren, während der private Konsum eine wichtige Stütze der Konjunktur bleibt. Das BIP-Wachstum lag 2025 bei etwas über 1 Prozent, getragen von vorgezogenen Exporten, jedoch gebremst durch schwächere Investitionen und gedämpfte Konsumstimmung. Die Inflation blieb sehr niedrig und dürfte auch mittelfristig moderat bleiben. Für 2026 erwartet Allianz Trade ein Wirtschaftswachstum von rund 1,4 Prozent.

Das globale Länderrisiko hat sich entgegen der Erwartungen im Jahr 2025 verbessert. Dieser Trend unterstreicht fiskalische, monetäre und handelsbezogene Bewältigungsmechanismen, die in Zeiten hoher Unsicherheit zum Tragen kommen. Zu den Volkswirtschaften mit verbessertem Risiko zählen Argentinien, Italien oder Spanien. Insgesamt 14 Volkswirtschaften wurden 2025 herabgestuft, darunter Frankreich, Belgien, Brasilien und die USA. Die herabgestuften Volkswirtschaften machen insgesamt etwa ein Drittel des globalen BIPs aus, Länder mit verbessertem Risiko rund zehnmal weniger. 

„Die Widerstandsfähigkeit nimmt zu, aber in wichtigen Volkswirtschaften bestehen weiterhin Risikokonzentrationen", wird Aylin Somersan Coqui zitiert, CEO von Allianz Trade. „Die Weltwirtschaft durchläuft eine der turbulentesten Phasen seit Jahrzehnten, in der sich Schocks und strukturelle Veränderungen wie KI, Demografie, Klimawandel, Handel und Regulierung überschneiden. Die Unsicherheit bleibt hoch, und Unternehmen müssen einen selektiven, länderspezifischen Ansatz verfolgen, damit sie ihr Geschäft ausbauen und gleichzeitig ihre Vermögenswerte schützen können." ce/ja

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