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Schlatter leidet unter Währungseffekten und US-Zöllen

Schlieren ZH - Die Schlatter Gruppe hat 2025 netto 104 Millionen Franken erzielt nach 113 Millionen im Vorjahr. Die US-Zölle, der starke Franken und gestiegene Kosten belasteten das Ergebnis des Anlagenbauers. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 1,4 Millionen Franken nach einem Gewinn von 1,7 Millionen im Vorjahr.

(CONNECT) Die Schlatter Gruppe leidet unter einem starken Franken und den hohen US-Zöllen. Im Geschäftsjahr 2025 hat die Gruppe mit Sitz in Schlieren laut einer Mitteilung einen Nettoerlös von 104,4 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es 113,2 Millionen Franken gewesen. Der Bestellungseingang sank von 101,6 Millionen Franken auf 91,7 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen sank von 2,0 Millionen auf 0,5 Millionen Franken. Unter dem Strich verzeichnete Schlatter einen Konzernverlust von 1,4 Millionen Franken. 

Grund für das gedämpfte Ergebnis ist die Stärke des Frankens, die Schwäche des US-Dollars sowie die US-Zölle und die in den vergangenen Jahren gestiegene Kostenbasis, schreibt die Gruppe in der Mitteilung. Der hohe Finanzaufwand des Unternehmens sei durch die Wechselkurse und die damit verbundene Abwertung der Bilanzpositionen in Fremdwährung am Standort Schlieren zu erklären.

Im Segment Schweissen verzeichnete die Gruppe einen Rückgang beim Nettoerlös auf 85,1 Millionen Franken (2024: 91,3 Millionen Franken). Auch der Bestellungseingang war mit 77,5 Millionen Franken rückläufig (2024: 85,9 Millionen Franken), während der Auftragsbestand per Jahresende auf 42,9 Millionen Franken sank (2024: 50,4 Millionen Franken).

Im Segment Weben fiel der Nettoerlös auf 19,4 Millionen Franken (2024: 21,9 Millionen Franken). Der Bestellungseingang reduzierte sich auf 14,2 Millionen Franken (2024: 15,8 Millionen Franken). Besonders deutlich zeigt sich die Zurückhaltung beim Auftragsbestand, der sich mit 5,9 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr (11,0 Millionen Franken) fast halbierte.

Für 2026 erwartet der Anlagenbauer weiterhin verhaltene Ergebnisse. Während die Nachfrage im Segment Schweissen am Standort Schlieren für das erste Halbjahr 2026 gesichert ist, herrscht im Segment Weben noch Unsicherheit. ce/ja

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