Marion Schmid ist seit 2025 Kantonsrätin im Kanton Zürich und vertritt die SP. Vorher war sie acht Jahre Gemeinderätin in der Stadt Zürich. Im Kantonsrat ist Marion Schmid Mitglied der Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit. Darüber hinaus wirkt sie im Vorstand der SP Zürich 1+2, im Stiftungsrat der Stiftung zum Glockenhaus und als Geschäftsleiterin beim Evangelischen Frauenverband Zürich. Beruflich ist Marion Schmid als Betriebsökonomin tätig.
Frau Schmid, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Stadt Zürich 1 + 2 (Altstadt, Enge, Wollishofen und Leimbach) besonders am Herzen?
Ich möchte, dass unsere Quartiere Raum für alle bieten: mit Verkehrszonen für Fussgängerinnen und Fussgänger, Velos, den ÖV und Autos, mit Gewerbemieten, die auch für kleine Läden, KMU und Start-ups erschwinglich sind, sowie mit Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten und einer guten sozialen Durchmischung.
Wenn Sie Königin von Zürich wären, was würden Sie als erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Als Verfechterin der Demokratie möchte ich nicht Königin von Zürich sein, sondern setze auf gemeinsam ausgehandelte Lösungen. Ein zentrales Anliegen ist für mich das Gesundheitswesen: weg von der Marktlogik, hin zu stärkerer öffentlicher Steuerung und Kontrolle. Ziel ist eine qualitativ hochwertige, integrierte Versorgung. Dafür müssen wir die Hausarztmedizin stärken, mehr Fachkräfte ausbilden, Fehlanreize abbauen und den Einfluss von Krankenkassen- und Pharmalobbyisten begrenzen.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ich bin eine passionierte Fussgängerin, sei es in der Stadt oder in der freien Natur: Das entspannt den Körper und ist eine wunderbare Gelegenheit, über Dinge nachzudenken oder die Gedanken schweifen zu lassen. An Wochenenden oder in den Ferien schnüre ich dafür gerne die Wanderschuhe und suche die Ruhe und Abgeschiedenheit der Berge. Auf dem Gipfel hilft mir der Blick in die Weite, Distanz zum Alltag zu gewinnen und mich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen.

