(CONNECT) Fünf europäische Qualitätsgesellschaften haben laut einer Mitteilung ein Format ins Leben gerufen, um sich regelmässig auszutauschen und voneinander zu lernen. „Der European Quality Leader Round Table“ vereint Qualitätsfachleute der SAQ Swiss Association for Quality, der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), von France Qualité, des Chartered Quality Institute (CQI) in Grossbritannien und von Excellence Finland. Dabei haben sich Expertinnen und Experten ganz unterschiedlicher Bereiche von Logistik über Ingenieurwesen bis hin zu Telekommunikation virtuell getroffen, um gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren.
Ansatzpunkt der Initiative ist die gemeinsame Erfahrung, dass das Arbeitsfeld von Qualitätsverantwortlichen sich weit über den klassischen Fokus auf Compliance und Qualitätssicherung hinaus erweitert. Treiber dieser Dynamik sind technologische Umbrüche unter anderem durch Künstliche Intelligenz (KI). Genannt werden jedoch auch geopolitische Unsicherheiten oder der wachsende Stellenwert der Cybersicherheit. Dabei verschiebt sich der Anspruch an das Qualitätsmanagement hin zu organisatorischer Resilienz und Geschäftstransformation. Dem wollen die Organisationen durch die Kombination unterschiedlicher Herangehensweisen und Praktiken besser begegnen. Indem die Fachleute voneinander lernen, heisst es, kann die europäische Qualitätsgemeinschaft ihr Verständnis für neue Trends und auch ihre Rolle weiterentwickeln.
Die Fachleute haben im Rahmen des Roundtables zwei Themen definiert, die sie in höchster Priorität weiterverfolgen wollen. Zentral ist für sie erstens der Einfluss von KI, digitalen Technologien, prädiktiver Analytik und datengestützten Ansätzen im Qualitätsmanagement. Qualitätsmanagement wird demnach eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Datenqualität, des Vertrauens in KI-gestützte Entscheidungen und der Weiterentwicklung von Systemen, Prozessen und Rollen zukommen.
Die zweite Priorität bezieht sich auf eine Positionierung als Vermittler des Wandels. Qualitätsmanagement wird laut der Mitteilung immer stärker als eine Unterstützung dabei gesehen, sich von isolierten Arbeitsweisen zu lösen. Es soll stärkere Zusammenarbeit über Funktionen, Prozesse und Wertschöpfungsketten hinweg fördern. Die Fachleute sammeln praktische Beispiele dafür, wie die Reichweite des Qualitätsmanagements erweitert werden und dabei bei der Einführung neuer Arbeitsweisen helfen kann.
Darüber hinaus beinhaltet die künftige Agenda unter anderem noch die Analyse von Managementsystemen mit Blick auf die Förderung von Transformation oder auch neuer Anforderungen an Qualitätsfachkräfte. ce/yvh

