(CONNECT) Das in Schlieren ansässige Start-up Oxyle ist mit dem Green Business Award 2026 ausgezeichnet worden. Die 2020 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hat eine Technologie entwickelt, die PFAS nicht nur aus dem Wasser entfernt, sondern sie auch vollständig zerstört.
„Die Einordnung von PFAS-Belastungen ist noch neu und vieles ist unklar“, wird Jury-Präsidentin und Alt-Bundesrätin Doris Leuthard in einer Mitteilung zitiert. „Sicher ist: Neben politischen Lösungen zur Verhinderung von PFAS braucht es auch Ansätze wie jene von Oxyle, die bereits im Umlauf befindliche Chemikalien dauerhaft abbauen."
PFAS sind geruchs- und geschmacklose, aber hochgiftige Chemikalien, die extrem langlebig sind. Aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften werden sie in unzähligen Alltagsprodukten verwendet, etwa in Outdoor-Kleidung, Kosmetik, Teflonpfannen, Zahnseide und Toilettenpapier. Studien zeigen, dass PFAS in über der Hälfte der Schweizer Grundwasser-Messstellen und im Blut von Menschen nachweisbar sind, sogar auf dem Matterhorn.
„Der Schutz der Gewässer ist seit langem ein persönliches Anliegen von mir“, so Gründerin und CEO Dr. Fajer Mustaq, die in der indischen Hauptstadt Delhi aufwuchs. Ihr ganzes, inzwischen 30 Personen starkes Team teile dieses Anliegen mit Überzeugung.
Der Green Business Award gilt als der renommierteste Nachhaltigkeitspreise der Schweiz und biete den Finalisten eine einzigartige Chance zur Wachstumsfinanzierung, heisst es in der Mitteilung. „Mit dem Green Business Award wollen wir Unternehmen sichtbar machen, die zeigen, dass Nachhaltigkeit eine Businesschance ist“, sagt Cédric Habermacher, der Direktor von Green Business Switzerland. „Unsere Finalisten zeigen, was möglich ist, wenn die Wirtschaft Verantwortung übernimmt.“ ce/mm

