(CONNECT) Neurimmunes humaner monoklonare Antikörper namens Cliramitug hat laut einer Mitteilung eine Langzeitbeobachtung erfolgreich bestanden. Er soll bei der seltenen Krankheit Amyloid-Transthyretin-Kardiomyopatie (ATTR-CM) zum Einsatz kommen. Bei dieser Form der Amyloidose verklumpt das fehlerhaft gefaltete Protein Tranythyretin und lagert sich als sogenannte Fibrillen (Amyloide) im Herzen ab. Die potenziell lebensbedrohliche Erkrankung äussert sich durch fortschreitende Herzinsuffizienz. Bisher können Therapien den Krankheitsverlauf verlangsamen, doch gibt es noch keinen Wirkstoff, der diese Fibrillen aus dem Herzen entfernt. Dies soll Cliramitug leisten.
Bei der Behandlung mit Cliramitug traten der nun veröffentlichten Studie zufolge über mehr als ein Jahr „keine offensichtlichen arzneimittelbedingten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse“ auf. Bestimmte Marker wiesen auf eine Reduktion der kardialen Amyloidbelastung, auf eine Verbesserung der kardialen Biomarker und der Herzfunktion hin.
„Die zeit- und dosisabhängigen Verbesserungen der strukturellen, funktionellen und Biomarker-Endpunkte bestätigen unsere bisherigen Beobachtungen und untermauern das therapeutische Potenzial von Cliramitug als neuartige, Amyloid-reduzierende Therapie für ATTR-CM“ , wird Neurimmunes Medizinischer Direktor Dr. Christoph Hock zitiert. „Gemeinsam mit unseren klinischen Prüfärzten und Kooperationspartnern bei Alexion und AstraZeneca Rare Disease freuen wir uns, die detaillierten Ergebnisse der offenen Phase-1-Erweiterungsstudie der wissenschaftlichen Gemeinschaft vorzustellen.“
2022 hatte Neurimmune für Cliramitug eine exklusive globale Kooperations- und Lizenzvereinbarung mit Alexion abgeschlossen. Alexion ist die auf seltene Krankheiten spezialisierte Tochterfirma des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca, dessen Schweizer AstraZeneca AG in Baar ansässig ist. Neurimmune wurde 2006 aus der Universität Zürich ausgegliedert und hat seinen Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. ce/mm

