Der angekündigte Basissatz von 39 Prozent liegt weit über den Zöllen, die für Unternehmen aus der EU (15 Prozent) oder dem Vereinigten Königreich (10 Prozent) gelten. Damit hat die exportorientierte Schweizer Wirtschaft nicht nur mit dem starken Franken, sondern auch mit einem neuen weiteren Nachteil zu kämpfen.
Schwerer Schlag für Exportbranchen
Die hohen Zölle verteuern Schweizer Produkte drastisch, schwächen die Firmen im internationalen Wettbewerb und belasten das Investitionsklima. In der stark international ausgerichteten Region Zürich, Zug und Schaffhausen sind zahlreiche exportorientierte Unternehmen und zehntausende Arbeitsplätze betroffen. Die Zürcher Handelskammer warnt vor den gravierenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit sowie den Wohlstand der Region und der Schweiz insgesamt. Die Bundesbehörden sind gefordert, alles in Bewegung zu setzen, um eine Reduktion der US-Zölle zu erreichen.
Regierungs- und Kantonsrat sind gefordert
Gleichzeitig muss der Wirtschaftsstandort im Inland gestärkt werden – gerade auch in den Kantonen. Auf neue Belastungen für Unternehmen ist zur verzichten. «Ohne rasche Gegenmassnahmen und einen Richtungswechsel in der Standortpolitik drohen dem Kanton Zürich langfristige Wettbewerbsnachteile», sagt Raphaël Tschanz, Direktor der Zürcher Handelskammer. Konkret sind Regierungs- und Kantonsrat gefordert.
«Neue Belastungen für Unternehmen müssen tabu sein. Von weiteren Steuern und Abgaben, höheren Lohnnebenkosten oder kostenintensiven Regulierungen ist abzusehen», sagt Raphaël Tschanz. Eine Regulierungsbremse nach dem Prinzip «one in, one out» sollte eingeführt werden, Verwaltungsprozesse sind mit Hochdruck zu digitalisieren und zu beschleunigen. Und letztlich darf die öffentliche Hand die Privatwirtschaft nicht länger konkurrenzieren.
Rückfragen bitte an: Raphaël Tschanz, Direktor Zürcher Handelskammer, 076 507 09 95, direktion@zhk.ch

