Maison blanche kleidet Akteure der Münchner Kammerspiele ein

Zürich/München - Die Akteure der Münchner Kammerspiele tragen in der Inszenierung „Glitsch“ Kostüme vom Zürcher Modelabel maison blanche. Das Theatertanzstück der Choreografin Doris Uhlich wurde am 25. April 2026 uraufgeführt und zeigt eine „Welt zwischen Materialität und Körperlichkeit“.

(CONNECT) In dem Theatertanzstück „Glitsch“ an den Münchner Kammerspielen sind Kollektionen von maison blanche zu sehen. Das Zürcher Modelabel hat laut einer Mitteilung die Kostüme für die Inszenierung entworfen, die am 25. April seine Uraufführung hatte. Mit der Kollektion folge das Modeunternehmen seiner gestalterischen Idee von Kleidung an einer „Schnittstelle zwischen Körper und Kontext“. 

Mode wirke auf der Bühne „nicht als dekoratives Element, sondern als Teil einer künstlerischen Erzählung“ mit, heisst es. „Die Kostüme verstehen sich als Erweiterung des Körpers, sie reagieren auf Bewegung, Materialität und die spezifische Ästhetik der Inszenierung.“

Das Stück der international renommierten Choreografin Doris Uhlich führe eine „Welt zwischen Materialität und Körperlichkeit“ vor, so die Mitteilung. Im Mittelpunkt stehe das Element Schleim. „Für Glitsch ging es darum, etwas zu schaffen, das nicht nur getragen wird, sondern sich mit dem Körper verändert, etwas, das sich jeder klaren Form entzieht“, wird Yannik Zamboni, Creative Director von maison blanche, zitiert.

Zamboni hat mit der Modemarke eigenen Angaben zufolge ein subkulturelles Label eingeführt, das gesellschaftspolitische Tabus hinterfragen und einen Raum für Austausch schaffen will. In der Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen zeige sich eine „konsequente Weiterführung der eigenen gestalterischen Haltung“. 

Als Themen für die Kollektionen nennt maison blanche Diffamierung und Unterdrückung von Minderheiten, Geschlechterkonflikte und Feminismus. Der Fokus liege auf „queerer Anti-Mode“ für die weltweite „LGBTQIA+“-Gemeinschaft aus Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer, intergeschlechtlich oder asexuell identifizieren. ce/heg

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