(CONNECT) Schweizer Institute verwalteten 2025 ein Vermögen von über 9300 Milliarden Franken. Das Land bleibe damit einerseits „ein globales Zentrum im Wealth Management“, schreibt EY Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen „EY Global Wealth Management Industry Report 2026“ der Beratungsgesellschaft. Andererseits gerate das Private Banking durch eine Reihe von Veränderungen unter Druck.
Konkret haben die Fachleute von EY festgestellt, dass vermögende Kunden weltweit mit mehreren statt einer einzigen Vermögensverwaltung arbeiten und zudem rund 29 Prozent ihres Vermögens selbst verwalten. Bei letzterem spielt vor allem der Einsatz von auf Künstlicher Intelligenz basierenden Beratungswerkzeugen eine Rolle. Die Fachleute raten Schweizer Banken daher, ihre Beratung auf „komplexe, verantwortungsvolle und kontextabhängige Entscheidungen“ zu konzentrieren.
Als Beispiele für eine solche Verlagerung werden in der Mitteilung die Unterstützung bei der Lebensplanung, die Optimierung des Gesamtvermögens sowie Vorsorge und Nachfolge, aber auch Immobilien-, Finanzierungs- und Steuerfragen genannt. Gleichzeitig sollten Schweizer Vermögensverwaltungen KI kontrollierbar und nachvollziehbar in den eigenen Beratungsprozess integrieren. „Für den Schweizer Finanzplatz ist KI nicht primär eine Technologiefrage“, wird Marcel Zünd, Leiter Strategy & Execution Financial Services bei EY Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Entscheidend ist, ob Banken KI so in Beratung, Kontrolle und Kundeninteraktion integrieren, dass sie Vertrauen stärkt statt schwächt.“ ce/hs

