(CONNECT) Das neue digitale Structural Health Monitoring System der Kistler Gruppe ist auf einer vorgespannten Stahlbeton-Rahmenbrücke in Winterthur installiert worden. Nach seiner Premiere auf der Intertraffic 2026 in Amsterdam im März 2026 zeigt die Anlage erstmals unter realen Betriebsbedingungen, wie eine vollständig digitale, kontinuierliche Brückenüberwachung funktioniert. Laut einer Mitteilung des Unternehmens steht sie Fachleuten für Infrastrukturmanagement und Brückenbau sowie Eigentümerinnen und Eigentümern von Anlagen ab sofort für individuelle Besichtigungen offen.
Bei der Brücke in Winterthur handelt es sich um eine vielbefahrene Route für Schwerlasttransporte. Sie muss extremen Belastungen wie Fahrzeuggewichten von bis zu 480 Tonnen und Achslasten von bis zu 30 Tonnen standhalten. Das macht sie laut dem weltweit tätigen Winterthurer Spezialisten für Messtechnik und Sensoren zu einem idealen Anwendungsfall für eine kontinuierliche Erfassung von Daten hinsichtlich Biege- und Torsionsreaktionen, Rissen, Rotationsverhalten, Dehnung und Wetter.
Das Herzstück der Anlage ist eine digitale Sensorkette, die Signale direkt an jedem einzelnen Sensor erfasst und digitalisiert. Dadurch entfallen herkömmliche zentralisierten Datenerfassungseinheiten. Daten und Strom werden gemeinsam über ein einziges Kabel übertragen. Alle Sensoren im Netzwerk sind im Mikrosekundenbereich synchronisiert. Im Gegensatz zu analogen Systemen verhindert die volldigitale Architektur elektromagnetische Störungen.
Die Installation erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt der Stadt Winterthur und dessen Leiter Martin Joos. Kistler stellt online weitere technische Informationen und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung bereit. ce/mm

