Grossteil der Schweizer ist mit Wohnsituation zufrieden

Zürich - Rund Dreiviertel der Schweizer Bevölkerung sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Eine Verdichtung wird bei sichtbarem Qualitätsgewinn als geeignet betrachtet. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Gottlieb Duttweiler Institut für den Migros-Pionierfonds durchgeführt hat.

(CONNECT) Die Schweizer Bevölkerung weist eine hohe Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation auf, heisst es in einer Mitteilung von Migros. Laut einer vom Gottlieb Duttweiler Institut für den Migros-Pionierfonds durchgeführten repräsentativen Bevölkerungsumfrage sind drei von vier Menschen in der Schweiz mit ihrer Wohnsituation zufrieden, „trotz negativer öffentlicher Debatte“. Auch eine Verdichtung wird von 80 Prozent der Bevölkerung als „geeignet“ oder „teilweise geeignet“ betrachtet, wenn ein Qualitätsgewinn sichtbar ist.

Jedoch sind auch 40 Prozent der Meinung, dass sich die Art und Weise des Wohnens und Zusammenlebens aufgrund des Bevölkerungswachstums ändern müsse. „Der Grossteil der Befragten fühlt sich mit der Wohnsituation wohl, erkennt aber gleichzeitig die Notwendigkeit von Veränderungen. Das ist eine entscheidende Grundlage für Wandel“, wird Britta Friedrich zitiert, Leiterin des Migros-Pionierfonds. „Die Umfrage zeigt zudem, wie solche Veränderungen konkret gestaltet werden können und unter welchen Bedingungen sie für die Befragten akzeptabel sind: Verdichtung ja, aber qualitativ, zum Beispiel durch grüne Aufwertung oder Umnutzungen.“

Insgesamt sind 2000 Menschen aus der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz befragt worden. Zweidrittel von ihnen befürworten eine solche Umnutzung von Büro- oder Industrieflächen in Wohnraum. Die Akzeptanz für eine Verdichtung sei bei der städtischen Bevölkerung grundsätzlich grösser als bei Befragten aus ländlichen Regionen, heisst es in der Mitteilung. Aber auch der private Raum würde eine Grenze markieren. So würden Veränderungen eher akzeptiert, wenn sie den öffentlichen und nicht den privaten Raum betreffen. ce/jh

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