Gen Z meidet klassische Informationskanäle

Zürich - Junge Menschen der sogenannten Gen Z sind über klassische Informationskanäle nicht mehr zu erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hochschule für Wirtschaft Zürich und empfiehlt, für repräsentative Umfragen soziale Medien und moderne Kommunikationskanäle zu nutzen.

(CONNECT) Forschende der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) haben in einer Studie festgestellt, dass vor allem junge Menschen der sogenannten Gen Z über klassische Informationskanäle nicht mehr zu erreichen sind. Dies sei, so eine Mitteilung der Hochschule, ein gravierendes Problem für Politik und Wirtschaft, die sich nicht mehr auf repräsentative Umfragen verlassen können. Unter der Generation Z werden Menschen verstanden, die circa zwischen 1995 und 2012 geboren wurden.

Die Studie zeigt, dass etwa 69 Prozent der Schweizer Bevölkerung einer Kontaktaufnahme über klassische Kanäle skeptisch gegenüberstehen. Bei den Jugendlichen der Gen Z ist diese Ablehnung mit 83 Prozent besonders hoch. Damit sind etwa 1 Million Menschen für repräsentative Umfragen nicht erreichbar. „Wenn eine ganze Generation in Studien nicht mehr vorkommt, werden Entscheidungen in Wirtschaft und Politik im Blindflug getroffen“, wird Bruno Wüest, Leiter der Studie und wissenschaftlicher Mitarbeiter der HWZ, in der Mitteilung zitiert.

Im Ergebnis empfehlen die Forschenden der HWZ, junge Menschen dort zu erreichen, wo sie am meisten kommunizieren: nämlich auf Kanälen wie WhatsApp und Instagram. Klassische Rekrutierungsversuche sollten mit diesen modernen Kanälen kombiniert werden, um repräsentative Aussagen zu erhalten.

Die Studie beruht auf einer repräsentativen Stichprobe von 1218 Interviews mit Personen aus der Deutschschweiz, der Französisch sprechenden Schweiz und dem Tessin. Sie wurde mit Unterstützung von Innosuisse und in Zusammenarbeit mit Experten aus Markt- und Sozialforschung erstellt. ce/ww

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