Flughafenregion will als New Zurich zum Wirtschaftsmagneten werden

Dübendorf ZH - Die FRZ Flughafenregion will mithilfe ihrer neuen Strategie New Zurich stärker als einheitliche Wirtschaftsregion auftreten und weiter an Attraktivität gewinnen. Die Veröffentlichung eines Readers, der den Rahmen auf dem Weg zur Weiterentwicklung neben der Stadt Zürich absteckt, markiert hierfür den Startschuss.

(CONNECT) Die FRZ Flughafenregion hat die Entwicklungsstrategie New Zurich lanciert. Sie soll den nördlich und östlich an die Stadt Zürich grenzenden Raum zu einem Magneten für die Wirtschaft weitertreiben.

In diesem Zusammenhang bündelt ein nun vorgestellter Reader die Ergebnisse eines vierjährigen Strategieprozesses. Er soll die Diskussion in Handeln überführen – als Denkanstoss und mit konkreten Ideen in fünf Fokusbereichen. Für einen davon stellte Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard bei der Lancierung in Dübendorf bereits einen Ankerpartner vor: Zürich Tourismus unterstützt den Bereich Kongresse und Events; die Organisation wurde bei der Präsentation vertreten durch Direktor Thomas Wüthrich. 

Die FRZ verantwortet als Wirtschaftsnetzwerk die Standortentwicklung von 14 Städten und Gemeinden rund um den Flughafen Zürich. Die Region hat sich laut Rahel Kindermann Leuthard in den vergangenen Jahren zu einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen der Schweiz entwickelt. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, an dem sie die Rolle einer transitgeprägten Peripherie endgültig ablege und zu einem hochperformanten, urbanen Ökosystem werde, sagte die FRZ-Geschäftsführerin in Anlehnung an den Reader und betonte: „Diesen Prozess wollen wir nicht geschehen lassen, sondern gestalten.“

Der Stadt- und Regionalstratege Thomas Sevcik sieht für diesen funktionalen Raum als prägend an, dass er sich zwar im Zusammenspiel mit Flughafen und Kernstadt entwickle, aber als Stadtlandschaft im Grünen eine ganz eigene Dynamik besitze. Sevcik hat das New-Zurich-Konzept als Denkansatz entwickelt. Weiterführend wurden die Struktur und die standortstrategische Basis von Unternehmer und Netzwerk-Standort-Schweiz-Präsidenten Remo Daguati mit den Städten und Gemeinden der FRZ erarbeitet.

Die Strategie bezieht sich auf eine Region mit 300'000 Einwohnenden und über 200'000 Arbeitsplätzen, die auch nicht zur FRZ gehörige Gemeinden miteinbezieht – etwa Uster als drittgrösste Stadt des Kantons Zürich. „Funktional ist die Region längst in vielen Aspekten zusammengewachsen und bietet enormes Potenzial für abgestimmte Standortentwicklung“, sagte FRZ-Präsident und Dübendorfs Stadtpräsident André Ingold. Dabei brauche es keine neuen politischen Strukturen. Das bestätigte auch der scheidende Stadtpräsident von Wallisellen, Peter Spörri. „Aber eine Gemeinde allein hat kaum Möglichkeiten, ein internationales Unternehmen anzusprechen oder umfangreiche Flächen zur weiteren Expansion zur Verfügung zu stellen“, so Spörri. 

New Zurich zieht laut der Strategie Vorteile aus seiner Lage. Diese schlage sich in ausgezeichneter Konnektivität nieder und werde mit verfügbarem Land und bestehenden Wirtschaftsflächen zum schlagenden Argument. Zudem werde gepunktet durch Grossinfrastrukturen wie Hotels, die Präsenz von Unternehmen wie Microsoft und ABB sowie Einrichtungen wie dem Innovation Park Zurich mit dem Flugplatz Dübendorf oder der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Darauf bauen auch die fünf Fokusbereiche auf. Ausser Kongresse und Events sind das Digitalisierung und ICT, Luftfahrt und Space Economy, Headquarter und internationale Unternehmensfunktionen sowie Gesundheit und Life Sciences. ce/yvh

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