Fachleute sehen im Fokus auf Resilienz nachhaltigen Mehrwert

Zürich/Baden - Das Z-Forum zu Nachhaltigkeit und Innovation hat an zwei Tagen in Zürich und Baden skalierbare Lösungsansätze für nachhaltige Entwicklung aufgezeigt. Dabei haben nationale und internationale Fachleute einen Fokus auf Resilienz gelegt und die Schweiz auch als Vorbild herangezogen.

(CONNECT) Das Z-Forum hat Forschende und Persönlichkeiten aus der Praxis für zwei Tage in Zürich und Baden versammelt, um einen neuen Ansatz für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen zu diskutieren. Sie haben insbesondere Chancen herausgearbeitet, die in der Verknüpfung mit dem Resilienz-Begriff liegen. Gemeint ist damit die Fähigkeit von Systemen, Stress zu bewältigen. Wird diese beim Design von Lösungen integriert, eröffnet sich grosses Potenzial für nachhaltige, skalierbare und wirtschaftliche Lösungen. Das zeigte sich in den Bereichen Cyber-Security, Energie, Landwirtschaft oder auch Gesundheit. 

„Es herrschte ein Konsens unter den Teilnehmenden, dass wir uns von einem rein normativen Verständnis von Nachhaltigkeit verabschieden sollten“, erklärte Philipp Aerni. Er ist Direktor des Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS), das die Konferenz gemeinsam mit dem Switzerland Innovation Park Centralin Risch-Rotkreuz ZG, der Stadt Baden sowie der Basler MDPI Sustainability Foundationorganisiert hatte. Zudem wurde sie unterstützt durch die Zürcher Handelskammer (ZHK), die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) sowie die Universitäten Zürich, Basel und Luzern. Dieser breite partnerschaftliche Ansatz wurde laut Aerni bewusst gewählt, um Innovationsökosysteme zusammenzubringen und zu stärken. 

Resilienz spielt nach Aussagen von ZHK-Direktor Raphael Tschanz für Wirtschaftsräume heute eine immer grössere Rolle. „Beim Z-Forum diskutieren wir diese Fragen genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte er. Dabei standen Praxisbeispiele aus der Schweiz wie etwa Zürich, Zug oder Baden immer wieder im Mittelpunkt, genauso wie internationale Projekte, die auf eine Anwendung in der Schweiz abgeklopft wurden. „Der zweitägige Austausch im Kreis internationaler Experten und Expertinnen war sehr inspirierend, resümierte Thomas Lütolf, der Leiter der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Baden und von Baden 4.0

Konkret stand etwa die Entwicklung der Landwirtschaft zur Debatte. Louise Fresco, die frühere Präsidentin der Wageningen Universität, forderte Subventionen für Innovationen. Wenn in naher Zukunft fossile Ressourcen inklusive Beiprodukte nicht mehr verfügbar seien, steige zusätzlich die Bedeutung des Agrarsektors. „Seit langem frage ich mich, wo die Blockchain für Nahrungsmittelverschwendung bleibt“, so Fresco. 

Dabei ging es auch um den Vergleich von Innovationsansätzen. Autorin Keyu Jin ging darauf ein, wie dezentralisiert das Ökosystem in China bei näherer Betrachtung aufgestellt sei – ein Aspekt der Resilienz der dortigen Wirtschaft. Laut Ian Roberts, dem CTO der Schweizer Bühler Group, tue Europa gut daran, von der chinesischen Perspektive auf Skalierung zu lernen. Wie ABB-Schweiz-Leiterin Nora Teuwsen vertrat er die Schweizer Wirtschaft und stellte vor, wie Resilienz in Unternehmensstrategien verankert wird. „Ein Grundpfeiler ist hierbei: Wir alle müssen lernen, Partnerschaften einzugehen“, erklärte Ian Roberts. ce/yvh

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