Monika Wicki ist seit 2014 für die SP im Zürcher Kantonsrat und engagiert sich dort für die Interessen des Wahlkreises Zürich 11+12. Im Mai 2025 wurde sie zur zweiten Vizepräsidentin des Zürcher Kantonsrats gewählt. Beruflich ist sie Professorin an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich, wo sie zur Steuerung heilpädagogischer Angebote forscht und lehrt. Neben Beruf und Politik ist sie in zahlreichen Vereinen engagiert.
Frau Wicki, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis 11+12 besonders am Herzen?
Die Wahlkreise 11 und 12 rechnen mit einem Zuwachs von mehr als 30 Prozent Einwohnerinnen und Einwohner bis 2050 – in einem bereits dicht besiedelten Gebiet. Dieses Wachstum gilt es umsichtig zu begleiten, damit die Lebensqualität für die bestehende Bevölkerung erhalten bleibt. Wohnungen, Schulen und Altersheime müssen gebaut und der öffentliche Verkehr muss ausgebaut werden. Dazu braucht es das Tram Affoltern, die Velovorzugsrouten und stadtplanerische Fähigkeiten, lebenswerte Zentren zu schaffen.
Wenn Sie Königin von Zürich wären, was würden Sie als erstes zu Gunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Die Grundlage von Sicherheit ist die Lebensqualität und Zufriedenheit der Bevölkerung. Wichtig ist es darum, bezahlbare Wohnungen und Rahmenbedingungen für gute Schulen zu schaffen sowie durchmischte Quartiere zu entwickeln, in denen auch der Naherholung und dem Schutz vor Lärm genügend Raum gegeben wird. Ich würde sofort das Vorkaufsrecht für Gemeinden, eine Deckelung des Mietzinses und flexible Finanzierungsmechanismen für die Sonderschulung einführen.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ich bin in sehr vielen Vereinen tätig und geniesse das Zusammensein mit engagierten Menschen. Weiter bin ich ein sehr aktiver Mensch. Bewegung und frische Luft tun mir immer gut. Darum wandere ich viel in meiner Freizeit mit dem Hündchen und mit Freunden. Ich habe einen kleinen Garten, wo ich sehe, wie die Dinge, die ich gesät habe, wachsen. Zudem pflege ich gerne den Kontakt mit der Familie, den Eltern, den Töchtern oder den Enkeln, aber auch mit der breiten Verwandtschaft.