Der frühere Kantonspolizist Ulrich Pfister vertritt seit 2015 die SVP im Zürcher Kantonsrat und ist seit 2019 Mitglied der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt. Trotz Pensionierung ist Pfister noch nicht im Ruhestand: Er engagiert sich im Vorstand des Hauseigentümerverbands Uster und der SVP in seinem Wohnort Egg sowie im Stiftungsrat der Stiftung Züriwerk.
Herr Pfister, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Uster besonders am Herzen?
Wir beraten in der Kommission die Richtplanrevision im Bereich Ver- und Entsorgung. Im Bereich der Entsorgung beschäftigt unsere Region die Standorte der Deponien. Aufgrund der Geologie finden wir hier etliche bestehende und geplante Deponien. Die neu geplanten Deponiestandorte benötigen wir für den Abfall, welchen wir in 40-50 Jahren produzieren. Es ist wichtig, der Bevölkerung aufzuzeigen, warum wir Deponien brauchen. Ebenso wichtig ist es, dass es nicht eine zu grosse Massierung in unserer Region gibt, damit die Akzeptanz dieser Standorte weiterhin vorhanden ist.
Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als Erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Der Stadt Zürich in ihrer Verkehrspolitik der ausufernden Verteilung der Steuergelder auf die Finger klopfen. Ebenso würde ich die bald wöchentlichen, unbewilligten Demonstrationen und Liegenschaftsbesetzungen unterbinden. Den Verursachern würde ich die Kosten auferlegen. Trotz allem finde ich unsere direkte Demokratie die beste Regierungsform.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe das Privileg, jetzt auf diesem ehemaligen Bauernhof zu wohnen. Dadurch habe ich viel Umschwung, welcher mit Arbeit im Freien unterhalten werden muss. Das Wichtigste ist meine Familie. Mit meinen vier Kindern und zwei Enkelkindern pflege ich einen sehr regen Kontakt. Dies ist der beste Ausgleich für alles. Zudem engagiere ich mich in der Gemeinde in verschiedenen Vereinen und Organisationen und geniesse diese sozialen Kontakte ausserhalb der Politik sehr.

