Rafael Mörgeli ist seit 2022 Zürcher Kantonsrat für die SP. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder (drei Jahre und vier Monate). Seit 2026 ist er Mitglied der Kommission für Staat und Gemeinden. Mörgeli ist Historiker mit Schwerpunkten Wirtschaftsgeschichte und Ökonomie und unterrichtet als Geschichtslehrer an verschiedenen Gymnasien. Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied des Vereins fairmondo und Mitarbeiter im Politmonitoring bei der Freidenker- Vereinigung der Schweiz.
Herr Mörgeli, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Meilen besonders am Herzen?
Das Thema bezahlbarer Wohnraum ist bei uns ein riesiges Thema. Es wird zwar gebaut, aber nicht das, was die Leute wollen, nämlich Wohnungen, die sich auch Menschen mit mittleren und tiefen Einkommen leisten können. Es wird heute fast immer nur auf die Rendite und nicht auf die Menschen geschaut. Das führt dazu, dass es sich immer weniger Leute leisten können, an der Goldküste zu leben und Eingesessene verdrängt werden.
Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
- Das national geltende Mietrecht mit einer Maximalrendite von Leitzins plus 2.5 Prozent überall automatisch durchsetzen.
- Überall in Zentrumsgebieten grosszügig aufzonen mit der Verpflichtung zum Bau von Wohnraum in Kostenmieten (PBG §49b).
- Die Demokratie einführen. Als Stäfner weiss ich, dass niemand über jemand anderen bestimmen soll. Für das haben wir uns schon 1794 gegen die Stadt Zürich gewehrt.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ich gehe mit Freundinnen und Freunden gerne fein essen oder unternehme mit meiner Familie etwas. Ab und zu lese ich ein Buch oder fahre nach Sardinien zelten.

