Drei Fragen an… Manuela Tremonte

Manuela Tremonte, SP, Wahlkreis Meilen

Manuela Tremonte ist seit 2025 Mitglied des Zürcher Kantonsrats und vertritt dort die SP. Sie gehört der AWU (Aufsichtskommission über die wirtschaftlichen Unternehmen) an. Beruflich arbeitet Tremonte als Heilpädagogin und Klassenlehrerin an einer Sekundarschule im Zürcher Oberland. Auf kommunaler Ebene in Hombrechtikon ist sie als SP-Co-Präsidentin, Wahlkampfleiterin, Mitglied der interparteilichen Konferenz (IPK) und als langjähriges Mitglied der Sozialbehörde tätig. Im Bezirk engagiert sie sich in der SP-Geschäftsleitung.

Frau Tremonte, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Meilen besonders am Herzen?

Was mir besonders am Herzen liegt, ist ein starkes Wir: eine Politik, die wieder verbindet, statt trennt, die zuhört und Verantwortung für alle übernimmt, die hier leben. Ich stehe klar gegen Angstmacherei, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Sündenbockdenken. Für meinen Bezirk wünsche ich mir konkret: Genügend passenden Wohnraum für Menschen aller Generationen und Ekommensgruppen. Nur so entstehen lebendige, durchmischte Dorfgemeinschaften, in denen sich Menschen zugehörig fühlen, sich engagieren und gemeinsam Verantwortung tragen.

Wenn Sie Königin von Zürich wären, was würden Sie als Erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?

Monarchisches oder imperiales Denken lehne ich klar ab – darin liegt keine Zukunft! Ich setze auf konsequente Basisdemokratie, echte Mitbestimmung und verbindliche Solidarität. Wohlstand und Sicherheit verpflichten: Alle müssen fair, ihren Ressourcen entsprechend teilhaben, sich sicher und respektiert fühlen. Unsere Bundesverfassung ist für mich eine geniale Leitlinie: Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Eine starke Gesellschaft misst sich nicht am maximal durchgesetzten Egoismus einzelner, sondern an der Tragfähigkeit der Gemeinschaft und der Stärke ihrer Schwächsten.

Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?

Als ausgeprägter Familienmensch im Zusammensein mit meinen Liebsten: Beim gemeinsamen Essen, Diskutieren und Philosophieren an der Familientafel oder draussen in der wunderbaren Natur. Diese Momente geben mir Dankbarkeit, Kraft und Erdung. Sämtliche Kulturen, ganz nah und fern, inspirieren mich sehr. Da ich unsere allzu stark belastete Welt durch gedankenloses Konsumieren und Reisen nicht noch mehr strapazieren will, entdecke ich sie vielmehr bewusst über Bücher, Sprachen und Filme – bereichernd, stimmig und verantwortungsbewusst. 

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