Gabriel Mäder ist seit 2019 Zürcher Kantonsrat für die GLP und vertritt dort seinen Wahlkreis Horgen. Seit 2023 ist er Mitglied der Kommission für Staat und Gemeinden. Mäder ist selbständiger Projektleiter und Finanzanalyst in einem kleinen Beratungsunternehmen. Er ist ebenfalls Gründungsmitglied der GLP Adliswil und engagiert sich in verschiedenen Positionen für sein Quartier, seine Gemeinde und den Kanton Zürich.
Herr Mäder, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Horgen besonders am Herzen?
Die Verkehrsinfrastruktur stösst bei uns an ihre Grenzen. Mir ist wichtig, dass wir beim Verkehr verlässliche Lösungen voranbringen, mit engerer Vernetzung zwischen den Gemeinden, sicheren Velowegen und intelligentem Verkehrsmanagement. Daneben ist der Ausbau der schulergänzenden Betreuung und deren verlässliche Finanzierung zentral. Im Bezirk Horgen haben wir viele Eltern, die beruflich engagiert bleiben oder ihr Pensum erhöhen möchten. Dafür brauchen wir praxistaugliche Betreuungsangebote, die Familien entlasten und die Erwerbstätigkeit gezielt erleichtern.
Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Der Wohlstand der Schweiz wächst nicht auf unseren Weiden, sondern in den Köpfen der Menschen. Deshalb würde ich als Erstes eine Transfer-Offensive lancieren. Forschung muss schneller in KMU wirken. Mit Technologietransferzentren und einem breiten KI-Förderprogramm. Gleichzeitig würde ich Cleantech zur strategischen Priorität machen, damit Zürich zum europäischen Hotspot für nachhaltige Technologien wird, so dass aus der Zürcher Forschung schneller Produkte, Produktivität und gute Jobs entstehen.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Erholung finde ich bei uns im Quartierverein. Wir betreiben mitten im Quartier, direkt neben einer Schule und einem Discounter, einen Permakultur Garten und im Sommer jeweils freitags eine Gartenbeiz. Dort kann ich richtig „detoxen“, weg vom Bildschirm, ab ins Grüne, und vor allem in den direkten Austausch mit den Nachbarn. Das erdet mich und erinnert mich jedes Mal daran, für was man Politik letztlich macht.

