Mandy Abou Shoak ist seit 2023 Mitglied des Kantonsrats Zürich für die SP und nimmt Einsitz in der Kommission für Justiz und öffentliche Sicherheit. Die ausgebildete Sozialarbeiterin ist stark im sozialen Bereich verankert. Sie bekleidet mehrere Mandate, unter anderem als Verantwortliche Bildung & Beratung bei Brava und als Co-Präsidentin der Fachstelle Menschenhandel und Frauenmigration.
Frau Abou Shoak, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Stadt Zürich 3+9 (Wiedikon und Altstetten/Albisrieden) besonders am Herzen?
Gerade in Quartieren wie Altstetten zeigt sich, ob Stadtentwicklung sozial ausgewogen gelingt. Entscheidend ist nicht nur, wie viel gebaut wird, sondern wie: Aufstockung statt Abriss, Schutz bestehender Mietverhältnisse und verbindliche Anteile an preisgünstigem Wohnraum. So schaffen wir zusätzlichen Wohnraum, ohne Verdrängung zu verstärken – und sichern, dass Zürich für Menschen mit unterschiedlichen Einkommen lebbar bleibt.
Wenn Sie Königin von Zürich wären, was würden Sie als erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Soziale Sicherheit ist Standortpolitik. Eine Stadt ist stark, wenn sie verlässliche Lebensbedingungen schafft: bezahlbarer Wohnraum, gute Gesundheitsversorgung, zugängliche Kinderbetreuung, wirksame Gewaltprävention und starke Quartiere. Wirtschaftliche Stärke entsteht nicht trotz sozialer Sicherheit, sondern auf ihrer Grundlage – sie sichert einen funktionierenden Arbeitsmarkt und stabile Verhältnisse.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ich finde Ausgleich in der Natur und in der Bewegung – am und im Wasser, in den Bergen, draussen. Die Natur gibt mir Klarheit und Ruhe und hilft mir, Abstand zu gewinnen und Dinge neu zu ordnen. Theater, Musik und Kunst öffnen Perspektiven, machen gesellschaftliche Fragen erfahrbar und verbinden Menschen. Sie helfen, Entwicklungen besser einzuordnen.

