Drei Fragen an… Benjamin Walder

Benjamin Walder, Grüne, Wahlkreis Hinwil

Benjamin Walder ist seit 2019 Mitglied des Zürcher Kantonsrats für die Grünen. Er ist Assistenzarzt im Spital Uster sowie Doktorand am Institut für Hausarztmedizin der Universität und des Universitätsspitals Zürich. Nebenamtlich engagiert sich Walder als Delegierter beim Carsharing-Anbieter Mobility in der Sektion Zürich Ost.

Herr Walder, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Hinwil besonders am Herzen?

Für viele Menschen ist die Zukunft des Spitals GZO in meiner Heimatstadt Wetzikon das grosse Thema. Als Arzt liegt mir eine gute Gesundheitsversorgung besonders am Herzen. Die Misere ist für mich klar eine Folge der Privatisierung des Gesundheitswesens. Viele Leute verstehen nicht, warum das Gesundheitswesen als Service public gewinnorientiert sein muss.

Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als Erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?

Zum Glück gibt es in Zürich keinen König. Ansonsten würde ich als Erstes und Einziges die Demokratie für alle Menschen einführen. Der Standort Zürich lebt von verschiedenen Perspektiven und Kompromissen. Alle haben das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten. Deshalb würde ich auch sofort aus jeder Partei austreten, sollte sie die absolute Mehrheit erlangen.

Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?

Einerseits bildet für mich die Politik bereits einen Ausgleich zum Beruf, auch wenn die beiden Tätigkeiten ähnlicher sind, als sie scheinen. So habe ich bei beiden Arbeiten mit unterschiedlichsten Menschen zu tun und verbringe den Grossteil meiner Zeit mit Akten. Nebenbei pendle ich täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit, teilweise auch in den Kantonsrat nach Zürich. Ausserdem bin ich sehr froh um mein Umfeld, das mich immer wieder aus der politischen Blase auf den Boden zurückholt.

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