Alberta fördert Bohrroboter von Borobotics

Winterthur/Edmonton - Die Regierung der kanadischen Provinz Alberta finanziert mehrere Projekte zur Reduzierung von Emissionen bei Fördertechnologien. Borobotics aus Winterthur entwickelt einen Bohrroboter für Geothermalbohrungen und gehört zu den geförderten Firmen.

(CONNECT) Die Regierung von Alberta investiert insgesamt 37 Millionen Kanadische Dollar in zehn Projekte zur Förderung von Bohrtechnologien bei gleichzeitiger Reduzierung von Emissionen. Diese Projekte haben einen Gesamtumfang von knapp 179 Millionen Kanadischen Dollar, wie es in einer Mitteilung heisst. Eines der zehn Projekte wird von Borobotics umgesetzt.

Das im Technopark Winterthur ansässige Unternehmen entwickelt einen Bohrroboter für Geothermalbohrungen. Das von Alberta geförderte Projekt dient somit auch der Entwicklung „eines kompakten und autonomen elektrischen Bohrroboters für geothermische Bohrlöcher, die in Erdwärmepumpen zum Einsatz kommen“. Das Projekt wird mit einem Gesamtvolumen von 8,9 Millionen Kanadischen Dollar veranschlagt. Die Förderung für Borobotics beträgt 4,4 Millionen Kanadische Dollar (2,5 Millionen Franken). Das Projekt wird sowohl in Winterthur als auch in Calgary in Alberta umgesetzt. Neben Borobotics werden auch Firmen aus Norwegen, den Niederlanden, den USA und aus Alberta gefördert. Im Erfolgsfall verspricht sich Emissions Reductions Alberta (ERA) eine Einsparung durch alle zehn Projekte von 24'100 Tonnen CO2-Äquivalenten jährlich.

„Innovatoren aus Alberta treiben weltweit führende Bohrtechnologien voran, die Arbeitsplätze schaffen, die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Emissionen senken und neue Möglichkeiten in den Bereichen Geothermie, kritische Mineralien und CO2-Abscheidung eröffnen werden“, wird Grant Hunter zitiert, Minister of Environment and Protected Areas der Provinz Alberta.

Bei Borobotics handelt es sich um eine Ausgliederung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Der Bohrroboter des Unternehmens soll zusammen mit der Zusatzausrüstung bis zu 90 Prozent weniger Platz benötigen als bisherigen Lösungen, wie es in einer Mitteilung zur Förderung durch Venture Kick hiess. Somit sollen Kosten, Lärmbelästigung und CO2-Ausstoss der Bohrung reduziert werden. ce/jh

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