Barbara Grüter ist seit 2017 Mitglied des Kantonsrats Zürich für die SVP. Seit 2019 gehört sie der Kommission für Planung und Bau an. Barbara Grüter ist gelernte Drogistin und ausgebildete Polizeibeamtin, heute arbeitet sie im KMU ihres Mannes im Bereich Buchhaltung und HR mit. Sie bezeichnet sich selbst als Familienfrau. Die beiden Kinder sind mittlerweile erwachsen und zu Hause ausgezogen. Seit 2020 ist sie Vorstandsmitglied von Pro Flughafen Zürich. Auf kommunaler Ebene war sie 12 Jahre Gemeinderätin in Rorbas im Departement Hochbau und Sicherheit sowie von 2018 bis 2019 interimistisch Gemeindepräsidentin.
Frau Grüter, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Bülach besonders am Herzen?
Das enorme Wachstum und der damit verbundene Druck auf alle Infrastrukturen. Hauptsächlich der Strassenverkehr; immerhin ist der Ausbau des Hardwalds in der finalen Phase. Das Milliardenprojekt Umfahrung Eglisau ist das wichtigste Versprechen an das Unterland. Auch der Ausbau der Glattalbahn zur Entlastung der Flughafenregion ist entscheidend. Persönlich am Herzen liegt mir das Eigental! Die geplante totale Schliessung dieser wichtigen Verbindungsachse ist eine «ideologische Schikane» und eine Einschränkung für alle Menschen im Embrachertal. Die bisherigen Einschränkungen und Teilschliessungen zeigen, dass Lösungen im Interesse aller möglich wären.
Wenn Sie Königin von Zürich wären, was würden Sie als erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Wer arbeitet, produziert und Lehrlinge ausbildet, darf nicht durch unnötige Vorschriften und Bürokratie ausgebremst werden. Als Königin würde ich den Machern (insbesondere den KMU) den Rücken freihalten, statt ihnen Steine in den Weg zu legen. Zudem darf Erfolg nicht mehr nur an Diplomen gemessen werden. Das Handwerk ist das Fundament unserer Wirtschaft, nicht die grenzenlose Akademisierung. Ich würde befehlen, dass man der Berufslehre wieder die gesellschaftliche Beachtung schenkt, die sie verdient. Dann würde ich wohl noch die Schikanen gegen die Autofahrer einschränken und den ideologischen Parkplatzabbau in den Städten stoppen. Das ärgert mich persönlich sehr!
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen, ist mein Ausgleich zu allem, was mir manchmal vielleicht mühselig erscheinen mag. Und als Eishockey-Fan bin ich auch gerne fernab vom Alltag an Eishockey-Spielen anzutreffen.

