Alexander Seiler ist Zürcher Kantonsrat und vertritt im Parlament seit 2023 die SVP sowie seinen Wahlkreis Bülach. Seit seinem Amtsantritt ist er Mitglied in der Justizkommission und nahm kurz darauf ebenfalls in der Redaktionskommission Einsitz. Seiler ist Rechtsanwalt, ehemaliger Richter am Baurekursgericht Zürich und Bauingenieur. Als Selbständigerwerbender führt er zudem das Anwaltsbüro Seiler, welches sich auf Immobilienrecht spezialisiert hat.
Herr Seiler, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Bülach besonders am Herzen?
Zentrales Thema im Bezirk ist der Flughafen Kloten. Eine konsequente Einhaltung der Nachtruhe ist für die Bevölkerung wichtig. Das starke Bevölkerungswachstum macht den Ausbau zentraler Strassenverbindungen erforderlich, einschliesslich wichtiger Umfahrungen im Bezirk Bülach. Guter Verkehrsfluss bringt volkswirtschaftlichen Nutzen, der in den Diskussionen leider etwas untergeht. Förderwürdig ist für mich zudem der Schiffsverkehr auf dem Rhein als bedeutende Erholungs- und Lebensader des Bezirks.
Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Stadt Zürich oder Kanton Zürich? Politisch ein ziemlicher Röstigraben. Ich beantworte diese Frage als Kantonsrat aus der Sicht des Kantons Zürich. Ich würde die Ausgleichszahlungen des Kantons an die Stadt Zürich umgehend einstellen und die Unternehmens- sowie Vermögenssteuern an unsere Nachbarkantone angleichen. Zudem braucht es einen Seetunnel, der eine ringförmige Umfahrung der Stadt ermöglicht und damit den Verkehr nachhaltig entlastet.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ausgleich finde ich im Schiesssport, der höchste Konzentration erfordert und zugleich Kameradschaft bietet. Das Spielen meines Alphorns wirkt meditativ, auch wenn ich zu selten dazu komme. Zudem unternehme ich mit meiner Partnerin jährlich eine Woche Veloferien mit dem E‑Bike – ein wertvoller körperlicher und mentaler Ausgleich.

