Den Standort Zürich weiterentwickeln

Der Standortwettbewerb wird sich auch im neuen Jahrzehnt intensivieren. Gleichzeitig geraten etablierte Wirtschaftsregionen durch dominierende Megatrends unter Druck und müssen sich weiterentwickeln. Was jedoch bleibt, ist die Notwendigkeit einer schlagkräftigen Standortmarketingorganisation wie die Stiftung Greater Zurich Area (GZA).

Hauptauftrag der Zürcher Handelskammer (ZHK) ist die Förderung eines attraktiven Wirtschaftsstandorts. Neben ihrem tagtäglichen, von der politischen Aktualität geprägten Einsatz für gute Rahmenbedingungen macht sich die ZHK auch Gedanken zur langfristigen Entwicklung des Standorts Zürich. Das Beratungsunternehmen EBP hat im Rahmen einer Studie für die GZA und die ZHK die wichtigsten Megatrends herausgearbeitet und Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Zürich und das Standortmarketing abgeleitet. Im Vordergrund stehen die sieben Megatrends «Demografischer und sozialer Wandel», «Wissensökonomie und veränderte Arbeitsformen», «Ressourcenknappheit und Klimawandel», «Digitalisierung», «Wertewandel und Individualisierung», «Globalisierung und Internationalisierung» sowie «Intermodalität und Automatisierung in der Mobilität». Ein zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort – angesprochen sind die Politik, aber auch die Unternehmen – muss diese Trends berücksichtigen. Absehbar ist zudem, dass sich die verschiedenen, im Wettbewerb stehenden Standorte künftig weiter diversifizieren werden. Will der Wirtschaftsstandort Zürich seine Position im internationalen Wettbewerb erhalten, braucht es eine gut gerüstete Standortmarketingorganisation wie die Stiftung Greater Zurich Area.

Die positive Wirkung der GZA für den Standort Zürich wird auch von der Zürcher Wirtschaft anerkannt. Im Zusammenspiel von bestehenden und neuen Unternehmen ergeben sich wertvolle Möglichkeiten für Geschäftsbeziehungen, Synergien und Inputs für Innovationen. Dies stärkt Wertschöpfungsketten, schafft Wohlstand und Arbeitsplätze und sichert Steuersubstrat für die Region Zürich. Es kommt deshalb nicht von ungefähr, dass die GZA als Public-Private-Partnership nicht nur von Kantonen und Städten, sondern auch von namhaften in der Region Zürich etablierten Unternehmen sowie von der ZHK mitgetragen wird.

Derzeit ist im Zürcher Kantonsrat der Kreditantrag für die Kantonsbeiträge an die GZA für die nächsten vier Jahre hängig (Vorlage 5539). Die Zürcher Handelskammer fordert den Kantonsrat auf, dem Kredit für die Jahre 2020 bis 2023 zuzustimmen und so einen Beitrag zur Stärkung unserer Wirtschaftsregion zu leisten.

 

 

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